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Der frühe Vogel

Amazon will mit „Project Zero“ Produktfälschungen ausmerzen

Veröffentlicht: 01.03.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 01.03.2019 | Gelesen: 2452 mal
Amazon auf einem Tablet

Amazon will entschiedener gegen Produktfälschungen auf seiner Seite vorgehen. Dazu hat das Unternehmen ein neues Programm namens Project Zero gestartet, mit dem Händler und Markeninhaber Plagiate selbst von der Plattform entfernen können sollen, wie t3n.de berichtet. Zudem kommt bei dem Programm Machine Learning zum Einsatz, um Plagiate zu erkennen und vom Marktplatz zu entfernen.

Bisher mussten Unternehmen, die Produktfälschungen auf Amazon entdecken, diese an den Konzern melden. Anschließend wurden die Produkte geprüft und gegebenenfalls entfernt. Mit Project Zero will Amazon diesen Prozess offenbar entschlacken – und die Aufräumarbeit ein wenig auf die Hersteller selbst abwälzen. Zunächst sollen große Marken und Hersteller angesprochen und zur Teilnahme an dem Programm eingeladen werden.

Amazon verlangt allerdings, dass die teilnehmenden Unternehmen im Vorfeld an entsprechenden Trainings teilnehmen. So wolle der Konzern vermeiden, dass Produkte fälschlicherweise aus dem Sortiment entfernt werden. Damit kein Hersteller oder Händler das Programm missbraucht, sollen sowohl das Programm als auch die Einhaltung der Regeln von Amazon-Mitarbeitern überwacht werden.

Ebay: Aus Garantieverlängerung wird Allianzschutz

Ebay hat offenbar an seiner Formulierung zur „Ebay Garantieverlängerung“ gearbeitet. Statt des Hinweises auf diese, findet man an der Stelle nun die Möglichkeit, einen „Allianzschutz“ abzuschließen. 

Die Formulierung „Garantieverlängerung“ wurde aus rechtlicher Sicht teilweise kritisiert bzw. zum Anlass für wettbewerbsrechtliche Abmahnungen genommen: Da es sich um eine „Verlängerung“ handele, könne das grundsätzliche Bestehen einer „Basisgarantie“ vorausgesetzt werden. Insofern kam es in der Vergangenheit zu Abmahnungen, wenn sich zwar der Hinweis auf die mögliche Garantieverlängerung auf der Produktseite befand, es aber keine Anzeichen dafür gab, dass grundsätzlich eine Garantie angeboten werde – über diese hätte der Händler nämlich entsprechend der gesetzlichen Vorschriften aufklären müssen.

Für Online-Händler war dies problematisch: Dass sie oder die Hersteller eine Garantie anbieten würden, wurde also ausschließlich aus der Angabe zur Garantieverlängerung geschlossen – bei welcher es sich tatsächlich um eine Versicherungsleistung handelt. Zu einer gerichtlichen Klärung ist es in dieser Sache bislang nicht gekommen. Die neue Formulierung birgt diese Gefahr jedoch nun nicht mehr in der Form.

Ebay feiert 10 Jahre Wow!-Angebote

Am 26. Februar 2009 startete Ebay in Deutschland sein Dealsprogramm Wow!. Seit dem Start des Programms wurden nach Angaben von Ebay über 23.000 Deals angeboten, die mehr als 16 Millionen Mal verkauft wurden. Der umsatzstärkste Deal sei in den vergangenen 10 Jahren ein Staubsaug-Roboter von Xiaomi gewesen: Dieser habe einen Umsatz von 1,6 Millionen Euro erreicht. Die Wow!-Angebote werden dabei vor allem auch von unterwegs aus genutzt: 70 Prozent des Traffics auf die Dealsseite würden mobil generiert.

Account-Sharer kosten Netflix fast 200 Millionen Dollar monatlich

24 Millionen Nutzer von Netflix sollen nicht für das Filmschauen bezahlen, sondern das Konto eines anderen Nutzers verwenden. Das zeigt laut t3n.de eine Studie von Cordcutting.com. Damit sollen Netflix im Monat 192 Millionen Dollar und 2,3 Milliarden Dollar im Jahr entgehen. Aber auch die anderen Streaming-Dienste seien von dem Account-Sharing betroffen: Amazons Prime Video habe demnach Einbußen von monatlich 45 Millionen Dollar.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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