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Kolumne: Von Hinterbliebenen, Insolventen und Gott…

Veröffentlicht: 11.10.2013 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 11.10.2013 | Gelesen: 3147 mal

In den Weiten des Online-Handels finden sich immer wieder erstaunliche Fakten, skurrile Geschichten und eigenartige Begebenheiten. Daher soll sich die heutige Kolumne mit einigen Skurrilitäten der vergangenen E-Commerce-Woche beschäftigen.

Im Bereich Online-Shopping sind die Vereinigten Staaten nicht zu schlagen. Natürlich! Wie könnte es auch anders sein?! Im Land der Superlativen, in dem alles besser und größer ist, liegen auch die digitalen Verkaufszahlen außer Reichweite von Deutschland. Macht aber nichts: Laut aktueller Forrester-Studie (wir berichteten) sind wir im weltweiten Rennen gar nicht so schlecht.

Zurück zum Thema: Jedenfalls scheinen die Amerikaner dem digitalen Shopping-Wahn so verfallen zu sein, dass es ohne nicht mehr geht – selbst in eher unpassenden oder zumindest ungewöhnlichen Situationen: So berichtete nämlich cnet.com diese Woche, dass 6 Prozent der New Yorker schon einmal auf einer Beerdigung im Netz geshoppt haben. Jawohl, sie haben richtig gelesen! Es stellt sich die Frage, was in so einem Moment wohl gekauft wird… Lebensmittel? Dafür gibt es den Leichschmaus. Erotik-Artikel? Wohl eher nicht. Vielleicht eine lustige DVD, mit der man sich aus dem schlimmen Alltag in die Welt der Fiktion flüchten kann? Man weiß es nicht. Wäre aber durchaus interessant zu erfahren.

Man höre und staune: Ikea ist beliebter als Gott… Naja, nicht ganz. Aber möchte man es plakativ ausdrücken, könnte man diese Formulierung durchaus verwenden. Denn die Zeit veröffentlichte diese Woche eine Statistik, die besagt, dass der Katalog des schwedischen Möbel-Händlers 2013 mehr als siebenmal so oft verlegt wurde als die Bibel. In Zahlen ausgedrückt: In diesem Jahr kommt der skandinavische Katalog auf eine weltweite Auflage von 211 Millionen, die christliche Schrift „lediglich“ auf 29 Millionen. Mal sehen, wann ich in einem Hotelzimmer das erste Mal statt einer Bibel einen Ikea-Katalog im Nachttisch finde!

Einen schier spektakulären Faupax haben sich diese Woche einige Anleger geleistet. Nachdem Twitter in den letzten Wochen angekündigt hatte, an die Börse zu gehen und mit einer erhofften Summe von einer Milliarde US-Dollar durchzustarten, schossen einige Börsianer übers Ziel hinaus. Sie verwechselten das Kürzel des Social Media Riesen Twitter mit dem, des insolventen Elektronik-Händlers Tweeter und verhalfen dem (mehr als) angeschlagenen Unternehmen zu einem unverhofften Glückstag: Die Aktienwerte schossen durch die Decke. Ein kleines Q am Ende des Kürzels war Auslöser der Verwechslung. Was ein kleiner Buchstabe alles anrichten kann…

Ich hoffe, dass auch die nächsten Wochen einige kuriose Begebenheiten den Alltag im Online-Handel versüßen. Denn sie zeigen die Menschlichkeit und Einzigartigkeit, das Besondere und manchmal auch Befremdliche, das sich hinter dem digitalen Handel verbirgt.

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