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24.07.2018 – Filialschließungen aufgrund der Bench-Insolvenz | ReBuy startet in UK | Nordische Händler sind Amazon gegenüber skeptisch

Veröffentlicht: 24.07.2018 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 24.07.2018

Die Insolvenz der britischen Modemarke Bench zieht weitere Kreise. Der Insolvenzverwalter konnte die Filialen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden nicht retten. Außerdem heute wichtig: ReBuy geht nach Großbritannien und nordische Händler betrachten einen möglichen Markteintritt von Amazon ziemlich skeptisch.

Screenshot Website bench.de
© bench.de | Screenshot

Bench macht sämtliche Filialen dicht

Nach dem überraschenden Aus und der Insolvenz der Modemarke Bench gibt es nun erneut schlechte Nachrichten. Der Insolvenzverwalter konnte keine Lösungen für die 14 Niederlassungen in Deutschland, Österreich und in den Niederlanden finden. Laut der FAZ werden diese nun bis Mitte August geschlossen. Noch in dieser Woche sollen die gut 100 Angestellten ihre Kündigung erhalten. Neben den Filialen muss auch die Dienstleistungs- und Administrationsgesellschaft Bench International GmbH den Betrieb einstellen. Auch hier sind knapp 100 Mitarbeiter betroffen. Bench hatte im Mai 2018 seine Insolvenz bekannt gegeben: „Durch die Abwertung des britischen Pfundes, den starken Wettbewerb und und [sic] den rückläufigen Markt in unserem Modebereich haben wir viel Gegenwind erfahren“, erklärte damals Bench-Chef Barry Knight. Der neue Eigentümer der Marke ist der amerikanische Finanzinvestor und Berater Gordon Brothers.  

ReBuy expandiert nach Großbritannien

Der ReCommerce-Anbieter ReBuy führt seine Expansionsstrategie weiter: Nachdem das Unternehmen bereits nach Frankreich und in die Niederlande expandiert ist, wurde nun der neue Online-Shop offiziell in Großbritannien gestartet, wie das Unternehmen verkündet. Die Seite für den Ankauf von Consumer Electronics ist bereits seit Mai online. Als drittgrößter E-Commerce-Markt der Welt sei Großbritannien eine logische Wahl für den Ausbau des Geschäfts gewesen. ReBuy plane zwei weitere Expansion in diesem Jahr – damit verfolgt das Unternehmen sein erklärtes Jahresziel weiter. „In 2017 haben wir diverse Maßnahmen zur Steigerung der Kundenzufriedenheit implementiert, IT-Strukturen neu aufgesetzt, in unser reBuy Team investiert und an unseren Automatisierungsprozessen gearbeitet“, erklärt ReBuy-CEO Torsten Schero. „Jetzt setzen wir auf die internationale Skalierung unseres nachhaltigen Geschäftsmodells.“

Amazon-Markteintritt in die nordischen Länder – Händler sind skeptisch

Amazon bleibt für viele Händler ein ambivalentes Thema – auch im Norden Europas. Wie ECommerceNews.eu berichten, sehen fast die Hälfte der nordischen Online-Händler Amazon als Bedrohung an. Das ist ein Ergebnis einer Studie unter 100 nordeuropäischen E-Commerce Unternehmen. Fast die Hälfte (46 Prozent) antwortete auf die Frage, wie sich Amazons eventueller Markteintritt in den nordischen Markt auf ihr Geschäft auswirken wird, negativ und sagte, dass Amazon die Branche stört und unrealistische Standards vorgibt. 28 Prozent glauben, dass es generell große Auswirkungen haben wird, wenn Amazon in die nordischen Länder kommt. Nur 26 Prozent antworteten positiv und sagten, es sei eine Chance, einen etablierten Marktplatz zu nutzen.

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