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Video der Woche: Netto und die Grusel-Baby-Band

Veröffentlicht: 27.07.2018 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 27.07.2018

Netto hat wieder einen neuen Werbespot vom Stapel gelassen, der die Gemüse-Auswahl bei dem Discounter bewirbt. Dabei hat das Unternehmen eine Band aus Babys animiert, die zur Melodie von „I Was Made For Lovin‘ You“ der Band Kiss ihren Hass auf Brokkoli, Karotte und Gurke besingen. Mal von der quietschenden Kinderstimme und den zweifelhaften Textkünsten abgesehen, fällt das Video vor allem durch den mutigen Tiefgang durch das Uncanny Valley auf.

Das Uncanny Valley – oder auch Akzeptanzlücke genannt – ist ein Effekt in der Akzeptanz künstlicher Figuren auf den Zuschauer. Wenn eine künstliche Figur, etwa eine Animation oder ein Roboter, dem Aussehen eines echten Menschen immer näher kommt, bricht die Akzeptanz an einem bestimmten Punkt ein. Das Gehirn bemerkt quasi, das etwas nicht stimmt. Das führt dazu, dass Zuschauer bei der Betrachtung Unwohlsein verspüren. Animationen von Menschen und Tieren, die durch immer leistungsstärkere Rechner immer realitätsgetreuer wurden, kämpfen seit Jahren mit diesem Effekt – ein Grund übrigens, weshalb beispielsweise Disney und Pixar in ihrer Animation Menschen und Tiere comichaft überzeichnet darstellen, auch wenn die Rechner realistischere Darstellungen meistern könnten.

Die Babys von Netto befinden sich allerdings recht tief im Uncanny Valley – und deshalb stößt der Spot auf durchaus gemischte Reaktion. Aber machen Sie sich selbst ein Bild: Unser Video der Woche.

 

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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