Digital Tech Newsflash: EU-Steuern für Google und Co. 2018? | Facebook & Google: Werbung für Antisemiten | Autoplay-Abschaltung in Chrome | Nanoroboter: Heilung von innen | Coca Cola: 3D-Werbetafel á la Blade Runner

Veröffentlicht: 18.09.2017 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 18.09.2017

Die großen Internetkonzerne sollen ihre Steuern in Europa endlich vernünftig abführen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf bekommt in der EU nun viel Rückendeckung. Das und mehr lesen Sie im Digital Tech Newsflash.

EU Geld

© Carlos Amarillo / Shutterstock.com

EU gegen Google und Co.

US-Unternehmen wie Amazon, Google und Apple sollen endlich nach europäischen Steuerrichtlinien besteuert werden. Der Vorstoß von Deutschland und Frankreich für ein europäisches Steuermodell findet offenbar Gehör in Europa. Bei einem informellen Treffen der EU-Finanzminister in Tallinn unterzeichneten sechs weitere Staaten ein entsprechendes Dokument, so Golem. Der Vorschlag von Deutschland, Frankreich und anderen Ländern ist die Besteuerung auf Umsatz-Basis. Bis zum Frühling 2018 soll ein entsprechender Gesetzesentwurf ausgearbeitet werden. Ideen sollen nun konkretisiert werden, bis Ende des Jahres soll das Vorhaben auch in der OECD vorangetrieben werden. Ziel ist die gleiche Besteuerung sämtlicher Unternehmen. Das Hauptproblem sei bislang, dass Digitalunternehmen nur im europäischen Firmenstandort besteuert werden.

Facebook & Google: Werbung für „Judenhasser“

Facebook soll Werbekunden ermöglicht haben, Anzeigen gezielt an „Judenhasser“ zu schalten. SpOn berichtet mit Verweis auf das Investigativportal ProPublica, dass es möglich war, Anzeigen an 2.300 Nutzer auszuspielen, die Dinge wie „Judenhasser“ oder „Wie man Juden verbrennt“ in ihrem Profil stehen hatten. Mittlerweile ist dies nicht mehr möglich, gegenüber ProPublica erklärte Facebook-Produktmanager Rob Leathern: „Es gibt Zeiten, da tauchen Inhalte auf unserer Plattform auf, die unsere Standards verletzen“. Es soll aber noch immer von einem Algorithmus erstellte „bedenkliche“ Werbekategorien auftauchen. Ein ähnliches Problem hat ProPublica auch bei Google ausgemacht, wie BuzzFeed berichtet.

Chrome ab 2018 endlich ohne Autoplay

Automatisch startende Videos sind eines der größten Ärgernisse im Internet. Das weiß auch Google, darum werden Webseiten in Chrome ab 2018 stumm geschalten, meldet ZDNet. Videos in Webseiten werden dann nur noch automatisch gestartet, wenn sie keinen Ton enthalten. Nutzer können die Einstellungen aber anpassen, etwa wenn sie den Autostart auf Seiten wie Youtube begrüßen. Die Änderungen werden mit der Chrome-Version 64 eingeführt.

Nanoroboter revolutionieren die Medizin

Die Digitalisierung findet auch immer mehr Einzug in der Medizin. Eines der größten Versprechen sind dabei Nanoroboter. Diese sollen in Zukunft Erkrankungen direkt im Körper behandeln. Google-Chefingenieur Ray Kurzweil geht laut Futurezone davon aus, dass Nanoroboter bis 2029 so weit sein werden, im Körper zu handeln und sogar den Alterungsprozess zu verlangsamen. Ab 2045 soll sogar die Unsterblichkeit auf der Tagesordnung stehen. Noch ist das Zukunftsmusik, doch die Möglichkeiten scheinen grenzenlos und bis 2020 soll die Nanotech-Branche bereits einen Umsatz von 68,5 Milliarden Euro erwirtschaften.

Coca Cola goes Blade Runner

Eines der ikonischen Bilder des Science-Fiction-Klassikers Blade Runner (der im Oktober mit Blade Runner 2049 seine Fortsetzung bekommt) sind die riesigen Hologramm-Werbetafeln, die die dystopische Zukunftsvision erleuchten. Der Erstling von 1982 spielt im Jahr 2019 und scheint zumindest in dieser Hinsicht nicht weit von der Realität entfernt zu sein. Denn Coca Cola hat am Time Square eine 20 Meter hohe 3D-Videowand angebracht, die mit beeindruckender Technik eine ganz neue Form der Werbung ermöglicht.

3D Coke Sign in Times Square from Loren Brinton on Vimeo.

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