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Digital Tech Newsflash: Sparkassen starten „Mobiles Bezahlen“ | Mitarbeiter sind größte Sicherheitslücke | Google Assistant schlauer als Alexa und Siri | Telegram: Neues Feature „Passports“ | Fox AI: KI sagt Film-Zuschauer voraus

Veröffentlicht: 30.07.2018 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 30.07.2018 | Gelesen: 1526 mal

Im Digital Tech Newsflash geht heute um mobiles Bezahlen bei der Sparkasse, den Mitarbeiter als Sicherheitslücke, smarte KI-Assistenten, ein neues Telegram-Feature und eine KI, die auf Grundlage eines Trailers die Zuschauer eines Films voraussagen soll.

Mobile Payment der Sparkasse
© Deutscher Sparkassen-Verlag

Sparkassen starten „Mobiles Bezahlen“

Nach Google Pay haben nun auch die deutschen Sparkassen ihre schlicht „Mobiles Bezahlen“ betitelte Mobile-Payment-Lösung gestartet. Zunächst ist die App Android-Kunden vorbehalten, Apple-Nutzer bleiben erst einmal außen vor. Um die mobile Lösung zu nutzen, muss der Kunde die Girokarte oder die Kreditkarte in der App hinterlegen. Wichtig ist außerdem ein NFC-fähiges Smartphone. Alle Daten würden bei der Sparkasse verbleiben und nicht an Dritte weitergegeben oder verkauft werden. 2018 ist für die Sparkassen das „Digitaljahr“, so das Handelsblatt. Zunächst sind etwa 300 Sparkassen dabei, bis Jahresende soll das Angebot weitgehend allen Kunden zur Verfügung stehen. Die App kann auch im Ausland genutzt werden. Ob Mobile Payment mit dem aufkommenden Konkurrenzkampf von Google Apple und Bankinstituten an Fahrt aufnimmt, muss sich erst noch zeigen.

Mitarbeiter sind die größte Sicherheitslücke

Firewalls oder Passwörter reichen heute nicht mehr aus, um Firmennetzwerke ausreichend zu schützen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 300 Cyber-Experten im Vorfeld der im September stattfindenden IT-Sicherheitsmesse Command Control, meldet Futurezone. Drei Viertel der Befragten sehen Firewalls und Passwörter als nicht ausreichend an. Durch die Anbindung an Kundennetzwerke, externe Cloud-Dienste und die Einbindung von Produktionsanlagen sind Firmennetzwerke heute umfangreicher vernetzt als früher. Beliebte Türöffner für Hacker sind offenbar die Mitarbeiter der Unternehmen. 61 Prozent der Experten sehen die Mitarbeiter als Hauptgefahrenquelle, weil sie etwa auf Phishing-Angriffe hereinfallen oder auch, weil aktive und ehemalige Mitarbeiter Firmengeheimnisse verkaufen.

KI-Assistenten: Google ist am klügsten

Loup Ventures vergleicht einmal im Jahr die Intelligenz digitaler Assistenten wie Alexa, Siri und Google Assistant mit 800 identischen Fragen aus verschiedenen Kategorien. Dabei wird nicht nur das Verstehen geprüft, sondern auch die Antworten der Assistenten. Und vor allem da hat der Google Assistant offenbar mit Abstand die Nase vorn, berichtet Vrodo. Mit 85,5 Prozent korrekt beantworteter Fragen liegt dieser vor Siri mit 78,5 Prozent. Cortana von Microsoft (52,4 Prozent) und Alexa mit 61,4 Prozent fallen dagegen deutlich ab. Grund dafür könnte den Testern zufolge auch sein, dass Apple und Google ihre KIs direkt ins Betriebssystem der Smartphones integrieren. Unser ganz persönlicher, auf keinen Fall repräsentativer Vergleich, kam kürzlich übrigens zu einem ganz anderen Ergebnis:

Telegram: Kuriose Reisepass-Funktion

Der Messenger Telegram hat mit „Passports“ eine neue Funktion bekommen, die Datenschutz-liebenden Nutzer wohl eher nicht so gut gefallen dürfte. Mit Telegram Passports kann der Nutzer die eigenen Ausweis-Papiere in der Cloud des Messengers ablegen, so Futurezone. Das ist zwar einerseits praktisch, denn einmal abgelegt, können sie jederzeit abgerufen werden, um sie bei Bedarf mit Dritten zu teilen, zum Beispiel Behörden. Allerdings liegen die eigenen Daten dann eben auch in einer Cloud im Netz, so gut diese auch geschützt sein mag. Telegram ist immerhin nicht dafür bekannt, Schindluder mit Kundendaten zu treiben, wie etwa zuletzt der Konflikt mit Russland belegt. Zusätzlich zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung werden die Dokumente außerdem per Passwort geschützt.

Fox AI: Diese Zuschauer werden den Film lieben

Film-Trailer sollen Aufmerksamkeit wecken und potenzielle Zuschauer heiß auf den nächsten Blockbuster machen. Ersteres schaffen sie besser als je zuvor, doch ist es mittlerweile scheinbar Usus, in Trailern auch noch die überraschendsten Twists eines Films schon vorab zu verraten. Ob künstliche Intelligenz das künftig besser macht, bleibt erst einmal fraglich, aber zumindest könnte sie bald für den passenden Zielgruppenzuschnitt sorgen. 20th Century Fox hat ein Deep-Learning-System entwickelt, das voraussagen soll, welche Zuschauer basierend auf dem Trailer am wahrscheinlichsten ins Kino gehen werden, meldet Engadget. Die KI wurde mit hunderten Trailern und Zuschauerlisten gefüttert und könne nun eine Verbindung zwischen visuellen Elementen im Trailer (Farben, Gesichter, Landschaften etc.) und dem Filmerfolg in verschiedenen demographischen Kategorien herstellen. Künftig will Fox mit dieser KI Trailer entsprechend der gewünschten Zielgruppe produzieren. Zumindest die Voraussage der Zuschauer hätte sich bereits als erfolgreich erwiesen.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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