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Digital Tech Newsflash: 1.700 Funklöcher in 3 Tagen | Konzern-Chefs fordern 5G-Offensive | Roboter arbeiten bald mehr als Menschen | Apple: iOS 12 und geringe iPhone XS-Nachfrage

Veröffentlicht: 17.09.2018 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 17.09.2018

Tausende Funklöcher in Sachsen-Anhalt: Das überrascht nur die CDU. Außerdem im Digital Tech Newsflash: Der 5G-Ausbau, Roboter als Arbeitskräfte und Apple.

Funkturm
© Sudtawee Thepsuponkul / Shutterstock.com

1.700 Funklöcher in Sachsen-Anhalt – in drei Tagen

In drei Tagen sind in der Funkloch-App der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt 1.700 Meldungen eingegangen. Die CDU zeigt sich darüber überraschend erstaunt: „Wir sind verblüfft, es ist offenbar noch problematischer, als angenommen. Dass wir innerhalb von drei Tagen über 1700 Meldungen bekommen, hat uns mehr als erstaunt", so der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion von Sachsen-Anhalt, Ulrich Thomas, laut Heise. Die Empfangsqualität liegt hinter den Erwartungen, nun seien die Netzbetreiber gefordert. Die Funklochfinder-App kann kostenlos genutzt werden, um netzfreie Zonen zu melden. Auf dieser Basis werden die weißen Flecken der Netzabdeckung kartographiert, die Netzanbieter sollen diese möglichst schließen. Dass die CDU-Fraktion derart überrascht reagiert, verwundert. Kaum ein deutscher Mobilfunknutzer klagt nicht täglich über schwache Verbindungen.

Mehr als 20 Konzernchefs kritisieren 5G-Strategie des Bundes

Der Ausbau des 5G-Netzes läuft vergleichsweise schleppend, Deutschland droht international den Anschluss zu verlieren. Mehr als zwei Dutzend Konzernchefs, darunter Großkaliber wie VW, Audi oder die Deutsche Bank, fordern laut Handelsblatt ein radikales Umdenken im Bund. Netzbetreiber würden zu wenig für den Ausbau unternehmen, die Bundesregierung lasse sich zu stark von Ausreden beeinflussen, so der Vorwurf. „Andere Länder gehen entschlossen voran, Deutschland droht zurückzufallen“, so Commerzbank-Vorstand Martin Zielke. Stefan Dohler, Vorstandschef der Energieversorgers EWE greift Telekom, Vodafone und Telefónica direkt an: „Das derzeit bestehende marktbeherrschende Oligopol im Mobilfunkbereich ist schädigend für die Verbraucher und für den Wirtschaftsstandort.“ Das aktuelle 4G-Netz würde 2021 an seine Kapazitätsgrenzen stoßen, 5G wird dann aber noch weit von flächendeckend entfernt sein. Deutschland ist als Zukunftsstandort in Gefahr.

Studie: Roboter nehmen uns die Arbeit ab

Der Bericht „The Future of Jobs“ des Weltwirtschaftsforums (WEF) sagt voraus, dass im Jahr 2025 52 Prozent der Arbeit von Maschinen und Algorithmen erledigt wird und nur noch 48 Prozent von Menschen. Zum Vergleich: Aktuell werden noch 71 Prozent der Arbeitsstunden von Menschen verrichtet. Schon bis zum Jahr 2022 könnten demnach weltweit 75 Millionen Arbeitsplätze wegfallen, so SpOn. Gleichzeitig aber sollen in den kommenden fünf Jahren 133 Millionen neue Stellen entstehen. Diese werden aber persönliche und berufliche Neuausrichtungen erfordern. Für die Studie wurde eine Arbeitgeberumfrage von mehr als 300 Unternehmen zugrunde gelegt, die zusammen mehr als 15 Millionen Arbeitnehmer beschäftigen. Dabei ist die Sicht auf neue Technologien optimistischer geworden. 28 Prozent der befragten Unternehmen erwarten, dass sie gerade durch die Technisierung ihre Mitarbeiterzahl erhöhen werden, 38 Prozent gehen ganz generell von einem Mitarbeiterzuwachs aus.

Apple: iOS 12 und Verkaufserwartungen

Apple veröffentlicht am heutigen Montag die finale Version von iOS 12. Das Update wird für alle Geräte, die aktuell mit iOS 11 laufen, veröffentlicht, bis runter zum 5s und iPad mini 2, so Mobiflip. Neben Bugfixing und einer generell schnelleren Bedienung bringt iOS 12 einige neue Features mit. Mit Memoji etwa kann man nun ein Emoji nach seinem Ebenbild basteln, zudem kommen neue Animojis (wie die animierten Emojis bei APlle heißen) hinzu. Spannend für AR-Entwickler: Das ARKit 2 ist auch mit dabei. Alle Neuerungen kann man hier nachlesen.

Zudem hat sich der bekannte Analyst Ming-Chi Kuo, der mit seinen Vorhersagen in Hinblick auf Apple fast immer richtig liegt, zu den erwarteten Verkaufszahlen der neuen iPhones Xr, Xs und Xs Max geäußert und gibt sich teilweise pessimistisch, wie Gamestar berichtet. Das Xs soll mit Blick auf die Vorbestellungen, die seit der Ankündigung getätigt wurden, nur 10 bis 15 Prozent der verkauften neuen Modelle ausmachen, zunächst ging er noch von 15 bis 20 Prozent aus. Das teure Xs Max werde 25 bis 30 Prozent ausmachen. Zum Xr könne man noch nichts Definitives sagen, da dieses erst ab dem 19. Oktober vorbestellt werden kann. Die beiden anderen Modelle sollen bis dahin allerdings ihren Verkaufshöhepunkt erreicht haben.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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