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Kurzmeldung

App konnte per Gesichtserkennung Facebook-Nutzer identifizieren

Veröffentlicht: 26.11.2019 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 26.11.2019
Gesichtserkennung

Zwischen 2015 und 2016 hat Facebook offenbar an einer App mit Gesichtserkennung gearbeitet. Die App, die sich in einem frühen Stadium befand, soll in der Lage gewesen sein, über die Gesichter von gescannten Personen deren Facebook-Profil zuzuordnen. Eine anonyme Quelle äußerte gegenüber Business Insider, dass eine Version der App jeden Facebook-Nutzer identifizieren konnte, sofern genügend Daten über diese Person vorhanden sind. Facebook selbst hat mittlerweile bestätigt, dass es eine App zur Gesichtserkennung entwickelt hat, dementiert aber, dass man damit jeden Nutzer identifizieren könne.

Gegenüber CNet äußerte der Konzern: „Um neue Technologien zu verstehen, entwickeln unsere Teams regelmäßig neue Apps zum internen Gebrauch. Die beschriebene App war nur für Facebook-Mitarbeiter verfügbar und konnte ausschließlich Mitarbeiter und deren Freunde mit aktivierter Gesichtserkennung identifizieren.“ Für reguläre Nutzer war die App demnach weder nutzbar noch konnten diese über die App erkannt werden. Unklar ist allerdings, warum Facebook die App relativ schnell wieder eingestellt hat.

Gesichtserkennung aktiviert?

Business Insider ist der Auffassung, dass die App erst zu einem späteren Zeitpunkt auf Mitarbeiter beschränkt wurde und zunächst für alle Facebook-Nutzer funktioniert habe. Belege dafür liefert das Portal allerdings nicht. Unstrittig wiederum ist die Tatsache, dass das Thema Gesichtserkennung für Facebook kein Neuland ist. Das Feature gibt es in dem sozialen Netzwerk schon eine ganze Weile. Facebook erkennt dabei zum Beispiel Nutzer auf Fotos automatisch, selbst wenn diese nicht markiert sind und informiert sie dann darüber. Nach Protesten in Europa wurde die Funktion 2012 zunächst wieder deaktiviert, seit April 2018 ist sie in Deutschland aber wieder verfügbar. In den Facebook-Einstellungen können Nutzer unter dem Punkt „Gesichtserkennung“ prüfen, ob die Option aktiviert ist oder nicht.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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