Teilen Teilen Kommentare Drucken
Gehackte Konten?

Nintendo-Nutzer berichten über unbefugte Account-Zugriffe

Veröffentlicht: 22.04.2020 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 22.04.2020
Nintendo-Logo

Hat Nintendo ein Sicherheitsproblem? Aktuell häufen sich offenbar Berichte von Nutzern über unbefugte Zugriffe auf ihre Nintendo-Accounts. Der Konzern habe die Berichte mittlerweile gegenüber Heise bestätigt, äußert sich bislang aber nicht zu Details. Von einem Hack spricht Nintendo bislang nicht, man prüfe derzeit die Situation. Das Unternehmen rät zur Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung. Wurde sich bereits Zugang zum Account verschafft, sollen die Nutzer ihr Passwort ändern und Zahlungsinformationen löschen.

Die betroffenen Nutzer wurden auf einen möglichen Angriff offenbar durch automatische E-Mails von Nintendo aufmerksam. Ein Betroffener äußerte gegenüber Heise Security, dass er mehrere E-Mails über Anmeldungen von einem Gerät in Russland erhalten habe. Eine Passwort-Änderung brachte keine Verbesserung, weiterhin gab es Benachrichtigungen über Zugriffe aus Russland, Indien und den USA.

Finanzielle Schäden für Nutzer?

Wie groß das Problem wirklich ist, ist aktuell unklar. Nintendo bestätigt zwar die Berichte der Nutzer, aber nicht die unbefugten Zugriffe. Das Portal Nintendo-Connect spricht davon, dass das Nintendo Network gehackt wurde. Berichtet wird dabei von Nutzern, deren Zahlungsinformationen zum Kauf digitaler Artikel im Nintendo E-Shop benutzt wurden, „was in soweit problematisch ist, da man digital erworbene Spiele nicht wieder zurückgeben kann“, so Nintendo-Connect.

Betroffen seien vor allem Nutzer, deren Nintendo-Account mit dem Spiel Fortnite verknüpft ist. Das Portal spekuliert über eine Hintertür, über die man an die Account-Daten gelangen würde. Twitter-Nutzer sprechen von unbefugten Ausgaben im E-Shop, einigen sei dies schon Anfang April passiert.

In seinem Kundenservice-Bereich erklärt Nintendo in einem eigenen Beitrag, wie Nutzer die Zwei-Faktor-Authentifizierung – die bei Nintendo „Zweistufen-Bestätigung“ heißt – aktivieren können. Neben der Änderung des Passworts und der Löschung der Zahlungsinformationen rät das Unternehmen außerdem dazu, die Passwörter bei Facebook, Google und Twitter zu ändern, sofern diese Accounts mit dem Nintendo-Account verknüpft sind.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Christoph Pech

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.