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Hacker legen Moskaus Innenstadt per Taxi-App lahm

Veröffentlicht: 05.09.2022 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 05.09.2022
Taxis in Moskau

Die russische Ride-Hailing-App Yandex Taxi wurde am 1. September Opfer eines Hackerangriffs, durch den letztendlich die Innenstadt von Moskau lahmgelegt wurde. Wie t3n berichtet, hätten die Hacker die App genutzt, um unzählige Fahrzeuge zur gleichen Adresse in der Stadt zu rufen. In Richtung Kutusowski-Prospekt kam der Verkehr teilweise vollständig zum Erliegen, wie Videos zeigen. 

Die Behörden versuchten, das Problem zunächst herunterzuspielen. Moskau habe generell ein hohes Verkehrsaufkommen, so die Erklärung. Yandex erklärte gegenüber der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS später allerdings, dass „mehrere Dutzend Fahrer“ nach einer Cyberattacke „Massenaufträge in die Region Fili“ erhalten hätten. Die Störung habe 40 Minuten gedauert, ähnliche Vorfälle wolle das russische Unternehmen in Zukunft vermeiden. 

Hintergrund des Cyberangriffs war offenbar der russische Angriffskrieg auf die Ukraine: Das Hacker-Kollektiv Anonymous hatte sich auf Twitter verantwortlich gezeigt und nach eigenen Angaben mit der „IT-Armee“ der Ukraine zusammengearbeitet. Bei der IT-Armee handelt es sich um eine lose organisierte Hacker-Gruppe, die sich nach einem Aufruf des ukrainischen Vizepremierministers Michajlo Fedorow formiert hatte.

Südkorea: YouTube-Channel der Regierung gehackt

Auf YouTube treiben derzeit Hacker ihr Unwesen, die große Accounts übernehmen und Krypto-Inhalte darüber streuen. Am vergangenen Wochenende wurde nun der YouTube-Kanal der südkoreanischen Regierung übernommen, in SpaceX Invest umbenannt und mit einem Krypto-Interview mit Elon Musk befüllt, berichtet t3n

Der Kanal sei nach etwas über einer Stunde nach Bekanntwerden des Angriffs wiederhergestellt worden, heißt es. Eine polizeiliche Untersuchung des Vorfalls soll eingeleitet werden, Google werde sich den Fall ebenfalls näher ansehen. 

Smart Home: Überstandard Matter in den Startlöchern

Wer Smart-Home-Geräte installiert, ist auf die App und die Cloud des jeweiligen Anbieters angewiesen. Auf der IFA wurde nun aber der geplante, übergreifende Kommunikationsstandard Matter vorgestellt, durch den eine rein lokale Steuerung realisiert werden können soll. Zudem seien Nutzer dann nicht mehr auf eine spezielle App angewiesen, heißt es bei Heise Online

Auf der Messe präsentieren Hersteller erste Geräte mit dem neuen Überstandard. Matter 1.0 soll dann „im Herbst“ startbereit sein, nachdem finale Testrunden für erste Prototypen abgeschlossen wurden. Nach Informationen von Heise Online sei „ein großes Launch-Event im November in Amsterdam geplant“.

Über den Autor

Michael Pohlgeers
Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in unseren Multimedia-Formaten, dem OHN Podcast und unseren YouTube-Videos.

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