Der frühe Vogel

Inflation hat sich überraschend abgeschwächt

Veröffentlicht: 30.06.2022 | Geschrieben von: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 30.06.2022
Einkauf an der Supermarktkasse

Die hohe Inflationsrate hat die Wirtschaft fest im Griff. Doch zumindest im Juni ist die Teuerungsrate wieder etwas gesunken, wie das Statistische Bundesamt Schätzungen zufolge mitteilt. Demnach lag die Inflationsrate im Juni bei 7,6 Prozent – im Mai betrug sie noch 7,9 Prozent und hatte damit den Höchststand seit dem Winter 1973/1974 erreicht. Ökonomen hätten zuletzt eher mit einem Anstieg der Inflationsrate auf 8,0 Prozent gerechnet, wie bei der Tagesschau zu lesen ist. Weiteren Facheinschätzungen zufolge könnte der Höhepunkt der Inflation hierzulande nun womöglich überschritten worden sein. Doch es gibt auch Stimmen, die diesen Hochpunkt erst für Herbst erwarten.

Die Verbraucherpreise sind im Juni indes um 0,1 Prozent angestiegen. Die Preissteigerungen werden von der Bevölkerung jedoch als deutlich höher angesehen: Die gefühlte Inflationsrate liege derzeit bei fast 18 Prozent, sagte DekaBank-Chefvolkswirt Ulrich Kater der Tagesschau. „Das ist konjunkturhemmend.“ 

Wegen der Preissteigerungen wollen etwa mehr als die Hälfte der Deutschen beim Kauf von Schuhen und Bekleidung sparen, 39 Prozent möchten außerdem weniger für Lebensmitteln ausgeben, heißt es im Spiegel mit Verweis auf eine Umfrage der Heinz-Böckler-Stiftung. Jeder Zehnte wolle zudem, »bedeutend weniger« einkaufen.

Falscher Klitschko: Komiker-Duo aus Russland will verantwortlich sein

Berlins amtierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hatte am vergangenen Wochenende eine halbe Stunde lang mit einem falschen Vitali Klitschko gesprochen. Theorien zu Folge könnte es sich dabei um einen Deep Fake gehandelt haben –  ein Täuschungsverfahren, bei dem mithilfe künstlicher Intelligenz Bilder, Audio- oder Videofälschungen erzeugt werden, um echte Inhalte vorzugaukeln – oder auch ähnliche manipulative Methoden.

Doch offenbar soll Giffey einem Komiker-Duo aus Russland auf den Leim gegangen sein, wie t3n meldet. Die Comedians „Vovan und Lexus“ hätten sich demnach gegenüber dem ARD-Magazin Kontraste zu dem Fake-Videotelefonat bekannt. „Ich will nicht verraten, wie wir es angestellt haben, aber es war leicht“, so Comedian Alexej Stoljarow. Ein Deepfake solle es nicht gewesen sein, ebenso wenig habe das Duo ein politisches Motiv verfolgt, heißt es weiter. Die Aufzeichnungen sollen auf einem russischen Portal veröffentlicht werden. Ob die Behauptungen des Künstlerduos zutreffen, lasse sich aber schwerlich unabhängig prüfen.

H&M kann gutes Halbjahresergebnis verbuchen

Der Modehändler Hennes & Mauritz erreichte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021/22 ein ordentliches Umsatzplus von 20 Prozent und konnte 9,70 Milliarden Euro erwirtschaften. Zudem konnten die Schweden von Mai bis Dezember 5,45 Milliarden Schwedische Kronen als operativen Gewinn verbuchen – doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Dazu beigetragen habe vor allem das enorme Wachstum im zweiten Quartal, berichtet Fashionunited. Der Konzern musste weniger Waren rabattiert verkaufen. 

CEO Helena Helmersson weist jedoch auch auf aktuelle Herausforderungen hin: „Obwohl die meisten Einschränkungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie im Wesentlichen vorüber zu sein scheinen, bleiben viele Herausforderungen bestehen. In der Lieferkette kommt es immer noch zu Unterbrechungen und Verzögerungen, die jedoch allmählich nachlassen. Gleichzeitig gibt es eine erhebliche Inflation.“ Das habe sich bereits im Juni gezeigt: Der Umsatz habe währungsbereinigt um sechs Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen.

Sie wollen immer über die neuesten Entwicklungen im Online-Handel informiert sein? Mit unseren Newslettern erhalten Sie die wichtigsten Top-News und spannende Hintergründe direkt in Ihr E-Mail-Postfach – Jetzt abonnieren!

Über die Autorin

Hanna Behn
Hanna Behn Expertin für: Usability

Hanna fand Anfang 2019 ins Team der OnlinehändlerNews. Sie war mehrere Jahre journalistisch im Bereich Versicherungen unterwegs, dann entdeckte sie als Redakteurin für Ratgeber- und Produkttexte die E-Commerce-Branche für sich. Als Design-Liebhaberin und Germanistin hat sie nutzerfreundlich gestaltete Online-Shops mit gutem Content besonders gern.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Hanna Behn

Kommentare  

#1 Heidemann 2022-07-01 10:05
selbst wenn das stimmen würde ?
ob nun 7,6 oder 7,9 Prozent - da funktionieren auch die besten Taschenspielert ricks nicht, wenn am Ende des Monats,bei ehemals 1000 Euro ausgaben (z.B.) schon am 27. die 76 Euro für den abschließenden Monatseinkauf fehlen.
vorausgesetzt man hat bis dahin, immer noch dasselbe eingekauft (vermeintlich), denn von vielen unbemerkt, werden nicht nur Preise um ein paar Cent angehoben, viele Verpackungen haben auf einmal einen Gewichtsverlust zu beklagen.
von anderen Preisen ganz zu schweigen (hier wichtig ab Heute DHL , August Hermes und.......)
erst an der Inflation sich gesundstoßen, und dann mit Schnappatmung "Großzügige" Geschenke ans dumme Volk verteilen.

[Anmerkung der Redaktion: Bitte bleiben Sie sachlich.]
Zitieren

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.

Meistgelesene Artikel