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Der frühe Vogel

Französische Abgeordnete wollen Black-Friday-Angebote verbieten

Veröffentlicht: 02.12.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 02.12.2019
Black Friday in einem Geschäft

5,9 Milliarden Euro soll der Handel in diesem Jahr am Black Friday in Frankreich Prognosen zufolge umsetzen. Der aus den USA stammende Schnäppchen-Tag wird damit auch in dem europäischen Land immer beliebter – doch französische Parlamentarier wollen der Rabattschlacht nun einen Riegel vorschieben, wie Fashion United berichtet. Gemeinsam mit der ehemaligen Umweltministerin Delphine Batho legten sie dem französischen Parlament eine Maßnahme zur Beendigung des Black Friday im Land vor.

Dabei handele es sich konkret um eine Änderung des Gesetzes zur Abfallvermeidung. Der Änderungsantrag, der auch den Cyber Monday betreffe, soll im Dezember in der Nationalversammlung diskutiert werden, heißt es weiter. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, dann würden Werbeaktionen zum Black Friday als „aggressive Geschäftspraktiken“ gewertet. Nach französischem Recht drohen dafür eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren und eine Geldstrafe von bis zu 300.000 Euro. 

„Der Black Friday feiert ein Modell des Konsums, das anti-ökologisch und unsozial ist“, erklärt der Abgeordnete Matthieu Orphelin. Die französische Umweltministerin Elisabeth Borne warnte vergangene Woche im französischen Fernsehen BFM vor einem „Konsumrausch“ am Black Friday. Sie kritisierte auch die Auswirkungen des Schnäppchen-Tags auf die Umwelt. 

Klimaschutz: Bisher zieht nur jeder fünfte Mittelständler mit

In diesem Jahr rückten die Themen Umwelt- und Klimaschutz verstärkt in den Fokus der Gesellschaft. Doch die mittelständischen Unternehmen lassen noch ein wenig auf sich warten, wie dem Handelsblatt zufolge eine repräsentative Umfrage der DZ Bank zeige. Demnach reagiert bisher nur jedes fünfte Unternehmen mit eigenen Maßnahmen auf den Klimawandel – und das, obwohl bereits zwei Drittel der Unternehmen sich als unmittelbar betroffen bezeichnen. „Das zeigt, dass der Handlungsdruck noch nicht groß genug ist“, resümiert Uwe Berghaus, Firmenkundenvorstand der DZ Bank. 

Grund dafür sei, dass die Auswirkungen bislang noch vergleichsweise gering ausfallen. Zudem sei der Druck auf die Unternehmen bereits durch Fachkräftemangel und Digitalisierung groß – auch hier wird bereits viel Investitionskraft gefordert. Die DZ Bank hat 700 kleine und mittelständische Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 125 Millionen Euro befragt.

Insolvenz: Comtech schließt seinen Online-Shop

Der Elektronikhändler Comtech hat seine Pforten endgültig geschlossen, wie Golem.de berichtet. Der Online-Shop des Unternehmen ist offline. „Nach über 15 Jahren müssen wir uns nun leider von Ihnen verabschieden“, erklärt das Unternehmen auf der Seite. Comtech hatte Anfang September 2019 einen Insolvenzantrag gestellt, doch obwohl das Unternehmen „sofort nach dem Insolvenzantrag eine intensive internationale Investorensuche gestartet“ hatte, konnte kein Investor gefunden werden. 

Rund 20 Mitarbeiter werden in der nächsten Zeit den Abverkauf der noch vorhandenen Ware übernehmen. Das Warenlager sei aber im Wesentlichen leer, sodass der Online-Shop abgeschaltet werden konnte. Die nun noch übrigen Waren sollen „über diverse digitale Kanäle“ verkauft werden.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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