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Spekulation: EU bewilligt Shazam-Übernahme durch Apple

Veröffentlicht: 27.08.2018 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 27.08.2018

Apples Plan, den Musikerkennungsdienst Shazam zu kaufen, wird wohl ohne Auflagen von der EU-Kommission abgesegnet werden. Zwei Insider sollen die vorläufige Entscheidung nun bestätigt haben.

Apple-Logo
© r.classen / shutterstock.com

Im Dezember 2017 gab Apple bekannt, den Musikerkennungsdienst Shazam kaufen zu wollen. Im April dieses Jahres stellten sich allerdings die Behörden aus Brüssel in den Weg (wir berichteten). Laut der EU-Kommission soll eine Zusammenlegung beider Unternehmen wettbewerbshinderlich sein und die „Wahlfreiheit der EU-Bürger bei Musikstreamingdiensten einschränken” hieß es damals als Begründung. Die eingeleitete Untersuchung soll nun aber zu einem für Apple positiven Ergebnis gekommen sein.

So berichtet Reuters mit Verweis auf zwei mit der Angelegenheit vertrauten Personen, dass die EU-Kommission der Übernahme ohne Auflagen zustimmen werde. Offiziell muss die Behörde erst am 18. September ihre Entscheidung über den Zukauf bekannt geben.

Zusammenschluss war nicht zustimmungspflichtig

Die geplante Akquisition von Shazam durch Apple war laut ZDnet ursprünglich nicht zustimmungspflichtig, da der Umsatz einen bestimmten Grenzwert nicht überschreitet. Aufgrund von Anträgen von sieben Mitgliedsstaaten nahm die EU schließlich aber dennoch im April 2018 entsprechende Untersuchungen für den geplanten Kauf auf. „Durch unsere Untersuchungen möchten wir sicherstellen, dass Musikliebhaber auch weiterhin ein attraktives Angebot an Musik-Streamingdiensten nutzen können und ihre Auswahlmöglichkeiten aufgrund dieses geplanten Zusammenschlusses nicht eingeschränkt werden“, hieß es damals von der Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Apple wiederum sprach bei Bekanntgabe der Übernahme von einer „natürlichen Ergänzung“. Glaubt man den Insidern, sieht die beauftragte EU-Kommission dies wohl ähnlich.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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