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Der frühe Vogel

Google blockiert Millionen betrügerischer Werbeanzeigen in der Coronakrise

Veröffentlicht: 04.05.2020 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 04.05.2020
Google Ads

Google hat im Jahr 2019 insgesamt 2,7 Milliarden Anzeigen wegen Verstößen gegen die Werberichtlinien gelöscht – oder umgerechnet: 5.000 Anzeigen pro Minute. 2017 waren es noch 3,2 Milliarden. Außerdem wurden fast eine Million Werbekonten wegen Verstößen gegen die Werberichtlinien deaktiviert, berichtet T3n. Ähnlich sieht es auf Publisher-Seite aus: 1,2 Millionen Publisher-Konten wurden geschlossen, 21 Millionen Websites aus dem Werbenetzwerk entfernt. Ganze Konten werden Google zufolge eigentlich nur dann gelöscht, wenn wiederholt gegen die Werberichtlinien verstoßen wird.

Zwar hat sich die Zahl betrügerischer Anzeigen in den vergangenen Jahren insgesamt reduziert, seit Beginn der Corona-Pandemie registriert Google aber eine Zunahme entsprechender Werbung. Man habe in den vergangenen Wochen etwa eine „starke Zunahme betrügerischer Werbung für gefragte Produkte wie Gesichtsmasken“ beobachten, so Scott Spencer von Google in einem Blogbeitrag. Dabei werden die Masken zu erhöhten Preisen oder falschen Qualitätsangaben angepriesen, Bestellungen würden nie abgeschickt.

„Wir haben in den letzten Monaten Dutzende Millionen von Anzeigen im Zusammenhang mit dem Coronavirus aufgrund von Regelverstößen blockiert und entfernt“, so Spencer. Man habe dafür eine Taskforce eingerichtet, die sich nur um entsprechende Anzeigen mit Corona-Bezug kümmert.

Phishing-Mails nehmen in der Coronakrise zu

Da sich aktuell viele Menschen im Home Office befinden, nimmt Phishing-Betrug offenbar zu. Vor allem der sogenannte CEO Fraud hat gerade Hochkonjunktur. Dabei werden E-Mail-Adresse und Online-Identität von Chefs oder leitenden Managern gestohlen, um in deren Namen Geld auf ihr Konto überweisen zu lassen. Dem Industrieversicherer AGCS zufolge sei die Zahl der Angriffe zwischen Mitte Februar und Mitte März um das Fünffache gestiegen, so Heise.

Die Betrüger würden aktuell quasi in Echtzeit auf die Krise reagieren, meint das japanische IT-Sicherheitsunternehmen Trend Micro. Trend Micro zählte im Februar 1.793 Spam-Mails mit Corona-Bezug, im März dann 435.000. Der „Chef-Trick“ wird mittlerweile sehr professionell durchgezogen, gleichzeitig haben viele Unternehmen ihre Sicherheitsstandards in der Krise heruntergefahren, oft, um Homeoffice überhaupt zu gewährleisten.

Rewe bietet Ärzten und Rettungshelfern Rabatt

Wer im Gesundheitswesen arbeitet, bekommt bei Rewe ab dem 4. Mai fünf Prozent Rabatt. Ärzten, Rettungssanitätern und Pflegepersonal wolle man damit für ihren Einsatz in der Coronakrise danken. Die Aktion läuft für drei Monate bis Ende Juli. Um den Rabatt zu erhalten, muss man sich online registrieren. Die „Corona-Helden“ werden mit Personalausweis und Beschäftigungsnachweis geprüft. Der Rabatt gilt dann in allen Rewe-Filialen bis zu einem Einkaufswert von 200 Euro.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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