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Datenpanne bei Facebook: Private Posts von 14 Millionen Nutzern waren öffentlich

Veröffentlicht: 08.06.2018 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 08.06.2018

Ein Softwarefehler hat dafür gesorgt, dass private Posts von Millionen von Facebook-Nutzern öffentlich zu sehen waren. Bei der Implementierung eines neuen Features ist etwas schief gegangen.

Facebook unter der Lupe
© pixinoo / Shutterstock.com

Facebook findet in diesem Jahr keine Ruhe mehr. Der Cambridge-Analytica-Skandal ist noch immer präsent, da muss Facebook die nächste Datenpanne einräumen: Gegenüber TechCrunch und anderen US-Medien hat das soziale Netzwerk bestätigt, dass ein Bug dazu führte, dass die privaten Posts von 14 Millionen Facebook-Nutzern öffentlich gezeigt wurden. Der Bug war zwischen dem 18. und 22. Mai aktiv, Facebook brauchte aber bis zum 27. Mai, um die Voreinstellungen bei allen Nutzern zurückzusetzen.

Problem mit „Featured Items“

Man muss klarstellen, dass es sich nur um Posts im genannten Zeitraum handelt. Wie gehabt konnte man beim Posten eines Beitrages das entsprechende Publikum auswählen, – nur Freunde, Öffentlich, Bekannte etc. – die Voreinstellung lag jedoch automatisch auf „Öffentlich“. Facebook entschuldigte sich für den Fehler und hat TechCrunch zufolge mittlerweile alle betroffenen Nutzer informiert und die entsprechenden Einstellungen zurückgesetzt.

Facebook Bug-Info Screenshot
© TechCrunch - Screenshot

Auslöser für den Bug war offenbar die Implementierung der „Featured-Items“-Option, die Facebook aktuell testet. Damit werden bestimmte Fotos und andere Inhalte hervorgehoben. Die „Featured Items“ sind öffentlich sichtbar, die Software übertrug die Einstellung aber offenbar ungewollt auf alle neuen Beiträge eines Nutzers.

Facebook gelobt mal wieder Besserung

Facebook äußerte gegenüber TechCrunch, dass man sehr wohl wisse, dass man vor allem bezüglich der Privatsphäre-Einstellungen transparenter werden müsse, gerade wenn etwas schief läuft. Man will nun häufiger entsprechende „Alarm“-Meldungen an die Nutzer verschicken, wenn ein Fehler auffällt. Das Vertrauen in Facebook dürfte trotzdem einmal mehr gelitten haben, da jetzt zu den menschlichen Fehlern etwa bei der Datenweitergabe an Cambridge Analytica auch technische Unzulänglichkeiten hinzukommen.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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