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Verkauf über Facebook-Gruppen als mögliches Zukunftsmodell

Veröffentlicht: 06.03.2013 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 06.03.2013

Angesichts fallender Aktienpreise und dem Festhalten an der Alles-Gratis-Strategie hat die Autorin Julia Wilkinson auf www.ecommercebytes.com ein Beispiel aufgezeigt, wie die Zukunft einer Social Network-Plattform wie Facebook aussehen könnte. Denn obwohl Facebook Werbung schaltet, scheint es wenige Leute zu geben, die dort auf die Anzeigen klicken. Ebenso gibt es wenig User, die „dumme Tierfotos liken wollen, wenn sie in ihrem sozialen Netzwerk unterwegs sind“. Wie also soll Facebook seine Zukunft planen?

Julia Wilkinson wirft eine bescheidene, kleine E-Commerce-Erfolgsgeschichte in die Runde. Könnte die „Re-Lilly Gruppe“ auf Facebook die Antwort auf Facebooks Einnahmen-Problem sein? Könnte sie auch potenzielle lukrative neue Märkte für Online-Händler erschließen? Die Re-Lilly Gruppe ist eine blühende Second-Hand-Community von leidenschaftlichen Anhängern der Mode made by Lilly Pulitzer und hat zurzeit etwa 18.000 Fans. Die Gruppe wird von einem Team von Administratoren und Moderatoren geleitet und steht für jeden offen.

Aber wer hier etwas postet, zahlt eine Gebühr von einem Dollar. Genauso müssen die Mitglieder einfachen Regeln folgen, welche die Gruppe ganz klar formuliert. Die Autorin des Beitrags auf www.ecommercebytes.com hat selbst mehrmals ihre „Lillys“, die sie nicht mehr trägt, innerhalb dieser Gruppe verkauft und einen fairen Preis dafür bekommen. Und sie musste dabei nicht - wie bei einer Auktion - eine Woche warten, denn gewöhnlich wird jedes Teil innerhalb eines Tages verkauft. Ist ein Artikel verkauft, bekommt er eine entsprechende Notiz, damit andere Interessenten nicht mehr nachfragen – das ermöglicht einen unkomplizierten Ablauf.

Könnte diese Nische des Handels Facebook helfen, neue Wege zu finden, um Geld zu verdienen? Könnte Facebook die Bildung mehrerer solcher Gruppen vorantreiben oder sogar ein Werkzeug kreieren, mit dem ein Moderator ganz einfach eine eigene, ähnliche Gruppe gründen kann und Facebook im Gegenzug eine bescheide Zulassungsgebühr erhält? Tatsache ist, dass der Verkauf und das Teilen von gebrauchten Sachen immer mehr im Trend liegen. Und Räume, in denen spezielle, individuelle Artikel vertrieben werden, auch.

Die Re-Lilly Gruppe scheint zu funktionieren: - weil sie eine Verbindung von „Freecycle“ (Non-Profit-Geschenkbewegung, auch zur Vermeidung von Müll) und „Craigslist“ (Community-Moderierte lokale Kleinanzeigen und Foren) ist, - kostenlos oder mit niedrigen Gebühren arbeitet und - für Mitglieder gemacht ist, die Dinge unter Gleichgesinnten verteilen wollen. Allerdings würde die Re-Lilly Gruppe sicher nicht ohne Moderation und Organisation funktionieren.

Die Autorin Julia Wilkinson könnte sich vorstellen, dass ähnliche Gruppen z. B. im Bereich Sammlerstücke funktionieren würden. In der Modebranche könnten einzelne Gruppen an andere Marken wie Tori Burch oder Levi’s Jeans gekoppelt sein. So würden sich Menschen mit gleichen Interessen und Lifestyle-Auffassungen zusammenfinden. Wenn Facebook am Ende jeweils 1-2 Dollar Posting-Gebühren aus diesen Gruppen einnehme, würden sich die Einnahmen mit der Zeit summieren.

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