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Suchmaschinenoptimierung selbst gemacht – Teil 2

Veröffentlicht: 06.03.2013 | Autor: Stefan Bechstein | Letzte Aktualisierung: 03.02.2016 | Gelesen: 6145 mal

Im ersten Teil der fünfteiligen Serie zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) ging es um Usability, Crawler und Duplicate Content. Mit Letztgenanntem wollen wir uns im zweiten Teil noch etwas ausführlicher beschäftigen. Zudem geht es dieses Mal um sprechende URLs, Title-Tags und Meta-Tags, Sitemaps und die robots.txt.

In der vorausgegangenen Folge der SEO-Serie kam zum Schluss das Thema Canonical zur Sprache. Hinter dem so genannten Canonical Tag steckt eine Zeile Code, mit der man der Suchmaschine mitteilen kann, dass sie den ursprünglichen Inhalt dieser Seite auf einer anderen findet. Warum macht man das? Das hilft, doppelte Inhalte zu vermeiden. In Shops kommt es nämlich häufig vor, dass eine Produktdetailseite unter verschiedenen URLs zu finden ist. Beispielsweise:

  • www.meinshop.de/schuhe/neues/schuhxyz
  • www.meinshop.de/schuhe/marke0815/schuhxyz
  • www.meinshop.de/sale/schuhxyz

In allen drei Fällen geht es um die Produktdetailseite des Schuhs XYZ. Er ist in mehreren Unterkategorien zu finden und hat daher drei verschiedene URLs, die zu ihm führen. Welche soll sich die Suchmaschine nun für die Indexierung herauspicken? Im schlechtesten Fall sind alle drei im Index von Google und teilen sich die Aufmerksamkeit. Leider ist das kontraproduktiv zum Ranking. Google sollte also den Schuh XYZ nur unter einer URL listen und das teilt man per Canonical Tag mit. Man sagt der Suchmaschine beim Crawlen: „Dies ist nicht die Originalseite. Die findest du unter www.meinshop.de/sale/schuhxyz“.

Aussagekräftige URL

Wo wir gerade beim Thema URLs sind. Eine URL sollte aussagekräftig und nachvollziehbar sein. Die oben genannten URLs erfüllen diese Eigenschaften. Eine URL wie www.meinshop.de/cat0815/list4442 nicht. Dort sind kryptische Angaben enthalten, die weder Suchmaschinen noch menschliche Besucher gut finden.

Eine der wichtigsten Stellschrauben für SEO sind die Title-Tags. Auch sie sollten einzigartig sein und nur einmal vorkommen. Das Keyword, unter dem Sie mit dieser Seite gefunden werden wollen, sollte im Title-Tag enthalten sein. Title-Tags sollten nicht länger als 70 Zeichen enthalten. Wo taucht der Title-Tag auf? Der Title-Tag ist die Überschrift von dem Suchergebnis bei Google sowie der Text im Reiter des Webbrowsers.

Die Meta-Tags beschreiben den Seiteninhalt

Vom Title-Tag geht es direkt weiter zu den Meta-Tags, denn der Title-Tag ist einer der Meta-Tags. Die Meta-Tags sind Informationen über die Seite im Quellcode. Dort kann man Informationen für die Suchmaschinen hinterlegen. Neben dem Title-Tag ist die meta-description der wichtigste Meta-Tag. Die meta-description sollte nicht länger als 150 Zeichen sein und ist eine kurze Beschreibung dessen, was man auf der Seite findet. Dieser Text ist deshalb so wichtig, weil er von der Suchmaschine als Kurzbeschreibung im Suchergebnis angezeigt wird. Diese Kurzbeschreibung sollte daher so ansprechend formuliert sein, dass man Lust bekommt, darauf zu klicken.

Das Thema Sitemap und robots.txt ist schnell erklärt, denn es gibt kostenlose Tools, die einem die Erstellung dieser beiden Dateien abnehmen. Die Sitemap ist eine Art Übersichtskarte über die einzelnen Seiten einer Website. Das hilft den Crawlern schneller einen Überblick über die Inhalte zu erhalten. Die robots.txt muss im Root-Verzeichnis liegen (das ist sehr wichtig!) und legt fest, ob und welche Bereiche der Website ein Crawler durchsuchen darf.

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