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Shoppen im sozialen Netzwerk – Social Commerce hat eigene Regeln

Veröffentlicht: 05.03.2013 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 08.03.2013

Das beste Marketing ist seit jeher die Mund-zu-Mund-Propaganda. Nirgendwo werden heutzutage schneller Inhalte geteilt und Empfehlungen ausgesprochen als bei Facebook und Co. – und genau das macht sich Social Commerce zunutze. Eine aktuelle Studie zeigt, was diesen Geschäftszweig besonders macht und welche Potenziale dabei noch besser genutzt werden können.

verbundene Personen in einem NetzwerkSocial Commerce ist noch ein recht neuer Vertriebskanal, der sich vom klassischen Online-Handel im Shop in vielerlei Hinsicht unterscheidet. Ondango, ein Anbieter von Social Commerce-Lösungen, hat nun 4.000 Datensätze analysiert.

Social Commerce ist eine Männerdomäne

Die Ergebnisse zeigen besonders im Geschlechtervergleich interessante Ergebnisse. So ist der typische Kunde im Facebook-Shop männlich. Männer kaufen nicht nur häufiger über diesen Weg (nur 35 Prozent der Kunden sind Frauen), sie geben im Schnitt auch mehr aus (ihr Warenkorbwert beträgt rund 40 Euro, bei Frauen sind es 38 Euro).

Ondango führt das geschlechterspezifische Kaufverhalten im sozialen Netzwerk darauf zurück, „dass Männer insgesamt scheinbar eher bereit sind, neue Möglichkeiten im Internet zu nutzen als Frauen. Auch decken Männer ihren Bedarf eher gezielt und unkompliziert und schätzen die Effizienz und Transaktionsgeschwindigkeit des Internets“.

Außerdem nutzen Männer häufiger Paypal als Zahlungsmethode, Frauen bezahlen etwas lieber per Überweisung als Männer. Insgesamt ist Paypal jedoch bei beiden Geschlechtern die beliebteste Zahlungsmethode beim Shopping im sozialen Netzwerk. Dabei fällt allerdings auf, dass für Bestellungen von höherem Wert eher Rechnungskauf und Nachnahme genutzt werden. Vermutlich wollen Verbraucher bei größeren Summen zunächst eine zuverlässige Lieferung erhalten, bevor sie die Zahlung einleiten.

Niedriger Warenwert erhöht die Reichweite

Auch wenn ein voller Warenkorb die höchsten Umsätze bringt, können Produkte mit geringem Verkaufspreis dem Händler ebenfalls von großem Nutzen sein, denn diese werden im sozialen Netzwerk eher geteilt. Dadurch bekommt der Shop mehr Reichweite und kann die Möglichkeiten des Social Commerce voll ausnutzen.

Der Social Commerce unterliegt mitunter ganz eigenen Regeln. So werden hier die meisten Verkäufe nicht am Wochenende, sondern zwischen Montag und Freitag generiert. Die Käufe an Samstagen sind allerdings am rentabelsten.

Potenziale erkennen

Der Analyse von Ondango zufolge hat der Social Commerce besonders in der Gunst der weiblichen Kundschaft noch viel Potenzial. Auch die Wochenenden, die für klassische Online-Shops äußerst erfolgreiche Geschäftszeiten sind, können im sozialen Netzwerk sicher noch effektiver genutzt werden.

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