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Blumen-Abo: Fleurop übernimmt das insolvente Bloomy Days (Update)

Veröffentlicht: 02.10.2017 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 02.10.2017

Es war eine Nachricht, die für Kunden wie Branchenkenner durchaus überraschend war: Im Sommer 2017 meldete Bloomy Days die vorläufige Insolvenz an. Nun scheint es jedoch Licht am Horizont zu geben. Update: Fleurop hat offiziell bestätigt, den Zuschlag erhalten zu haben.

Schnittblumen, die bearbeitet werden
© Africa Studio – shutterstock.com

Steht das insolvente Bloomy Days vor der Rettung? Es sieht ganz danach aus, denn wie Gründerszene mit Verweis auf das Branchenportal Gabot.de schreibt, haben einige Kunden des Blumen-StartUps jüngst eine E-Mail erhalten, in der eine Übernahme durch das Traditionshaus Fleurop in Aussicht gestellt wird.

Hierin erkläre Bloomy-Days-Gründerin Franziska von Hardenberg: „Wir hoffen sehr, dass alles so klappt, wie wir es uns wünschen und Fleurop ab dem 01.10.2017 BLOOMY DAYS u¨bernehmen wird.“

Bloomy-Days-Übernahme noch nicht in trockenen Tüchern

Es scheint also, als stehe die Übernahme zwar bevor, ganz in Sack und Tüten ist sie allerdings noch nicht. Auch der Blumenspezialist Fleurop habe auf Anfrage von Gründerszene bestätigt, dass der Deal noch nicht durch sei.

Und noch ein Detail sollte Beachtung finden: „Zudem handele es sich nicht um die Übernahme des Unternehmens, so Fleurop. Vielmehr habe man Interesse daran, die Marke Bloomy Days aus der Insolvenzmasse herauszukaufen“, schreibt Gründerszene mit verweis auf eine Fleurop-Sprecherin.

Fleurop selbst kann auf eine 100-jährige Unternehmensgeschichte im Blumen-Business zurückblicken und hat sich bereits auf die Digitalisierung und die gewandelten Wünsche der Kunden eingestellt. Auf der unternehmenseigenen Website verweist der Blumenanbieter auf über 80 Mitarbeiter, über 50.000 Fleurop-Partner in 150 Ländern und über 25 Millionen Euro im Jahr an jährlich überbrachten Blumengrüßen. Grundsätzlich also kein schlechter Partner für Bloomy Days.

Bloomy Days rutschte überraschend in die Insolvenz

Obwohl Bloomy Days Anfang des Jahres noch angab, kurz vor der Profitabilität zu stehen, musste das Unternehmen im Sommer dieses Jahres dennoch vorläufige Insolvenz anmelden. Wie wir hier berichteten, sei der Grund eine kurzfristig geplatzte Finanzierungsrunde gewesen.

Damals schrieb die Gründerin in einem Brief, dass sie selbst „noch nicht begreifen [könne], was alles dazu geführt hat, dass wir uns in dieser Situation befinden“ und dass man für eine Lösung kämpfen werde, „die die Arbeitsplätze sichert und unsere Kunden weiterhin mit den schönsten, saisonalen Blumen beliefert.“

Update, 02.10.2017: Fleurop übernimmt offiziell Bloomy Days

Nun scheint alles in trockenen Tüchern zu sein: Wie bei DEGA-Gartenbau.de zu lesen ist, hat Fleurop offiziell den Zuschlag für Bloomy Days erhalten. Das Berliner StartUp wird fortan als „Bloomy Days powered by Fleurop“ fortgeführt. Fleurop erhofft sich, damit „eine junge, online-affine und kaufkräftige Zielgruppe“ anzusprechen, die dem Unternehmen sonst möglicherweise verschlossen geblieben wäre. 

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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