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Apple wertet künftig die Anzahl von Anrufen und E-Mails aus, um die Vertrauenswürdigkeit von iPhones und iPads zu ermitteln.
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Gegen Betrug: Apple erfasst Anruf- und E-Mail-Verhalten der Nutzer
| Kategorie: Allgemein

Gibt es im Online-Handel Vorzugspreise? Lange hielt sich der Glaube, dass jeder Kunde den gleichen Preis sieht. Doch offenbar nutzen Online-Händler immer häufiger die Möglichkeit, bestimmte Kundengruppen durch besondere Preise anzusprechen.

Einkaufswagen auf Tastatur 

(Bildquelle E-Commerce: Maxx-Studio via Shutterstock)

Vor allem Reiseportale gehörten zu den ersten, die Kunden mit unterschiedlichen Preisen ansprachen: Wer zum Beispiel öfter eine Flugverbindung überprüfe, konnte steigende Preise beobachten – die Cookies merkten sich das Interesse an der Flugverbindung. Deutsche Verbraucherschützer haben laut Kronen Zeitung zudem festgestellt, dass manche Reiseportale Apple-Nutzern teurere Hotels anzeigten – aufgrund der Tatsache, dass diesen Nutzern eine höhere Kaufkraft nachgesagt wird.

Derartige Trends hat nun die amerikanische Northeastern University bestätigt: Internetnutzer bekommen unterschiedliche Preise angezeigt – je nachdem, welches Betriebssystem, welchen Browser und welche Cookies sie auf ihren Rechnern installiert hatten. In dem Versuch wurden zehn große Online-Shops und sechs Hotel- und Mietwagensuchmaschinen von 300 Probanden untersucht – zumindest sieben der getesteten Seiten gaben bei der gleichen Suche verschiedene Angebote an.

Kunden mit Vorzugspreisen für die App begeistern

Die Beweggründe konnten die Forscher dabei nicht eindeutig festmachen. Die angefragten Unternehmen zeigten sich wenig gesprächsbereit, einige bestätigten zwar die Ergebnisse der Untersuchung, gingen aber nicht auf die Hintergründe ein. Ein Sprecher der Reisesuchmaschine Travelocity bestätigte unterdessen, dass Nutzer von mobilen Endgeräten Vorzugspreise erhielten – um mehr Kunden zum Herunterladen der hauseigenen App zu bewegen.

Aber nicht nur Online-Händler nutzen derartige Personalisierungen, um Internetnutzer gezielter anzusprechen: Auch Google zeigt Nutzern unterschiedliche Ergebnisse bei der gleichen Suchanfrage an. Auch hier sind Cookies, Freunde in den Google-Plus-Kreisen, Bevorzugungen bei Google Plus und die Such-Historie des Nutzers ausschlaggebend. Googles Ziel ist dabei klar: Der Nutzer soll genau das finden, was er sucht.

Auch wenn eine solche Praxis durchaus möglich ist, für Online-Händler bedeutet sie einen relativ hohen technischen Aufwand bei der Umsetzung, die im Regelfall von einem Programmierer übernommen werden muss. Auch bei Preissuchmaschinen kann es zu Problemen kommen, da diese oft nur einen Preis aus dem Produktfeed anzeigen - bekommt der Kunde dann einen höheren im Online-Shop angezeigt, droht hier eine Abmahnung.

Wie stehen Sie zu einer solchen Preisgestaltung?

 

Geschrieben von Michael Pohlgeers
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