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Neuer Streik, neues Glück – Verdis Kampf gegen Amazon geht in eine neue Runde

Veröffentlicht: 17.06.2013 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 17.06.2013

Die klimatischen Verhältnisse zwischen Verdi und Amazon sind schon länger unterkühlt bis frostig. Trotz zahlreicher Versuche vonseiten der Gewerkschaft, den Arbeitnehmern bessere Bedingungen zu verschaffen, konnten bislang keine Fortschritte erzielt werden. Nun verschärft Verdi sein Vorgehen.

Warnschilder Streik

In den vergangenen Wochen haben Beschäftigte von Amazon in Bad Hersfeld und Leipzig immer wieder an einzelnen Tagen die Arbeit niedergelegt. Trotzdem konnten keinerlei Erfolge in den Tarifverhandlungen verzeichnet werden. Verdi verlangt für Arbeitnehmer des Online-Händlers einen branchenüblichen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Versand- und Einzelhandels. Die angestrebten Veränderungen beinhalten nicht nur die generell bessere Vergütung der Arbeitsleistung, sondern auch die Einführung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Nachtarbeitszuschlägen (schon vor Mitternacht).

Die Gewerkschaft avisiert nun erstmalig einen mehrtägigen Streik mit organisierten Kundgebungen: An den Standorten Leipzig und Bad Hersfeld soll am Montag und Dienstag die Arbeit niedergelegt werden, um den Druck auf den Arbeitgeber Amazon zu erhöhen und ihn damit zur Aufnahme von Verhandlungen zu bewegen. „Wir wollen Tarifverhandlungen führen, an deren Ende ganz klar ein Anerkennungstarifvertrag stehen muss", so Bernhard Schiederig von Verdi Hessen.

Bislang bestritt Amazon negative Auswirkungen auf die Bestellungen von Kunden im Zuge vergangener Streiks und sieht keine gemeinsamen Ansatzpunkte für Verhandlungen. Welche Auswirkungen die verschärften Aktionen auf das Online-Geschäft des Versand-Unternehmens haben werden und ob sie den Konzern zum Kurswechsel bewegen können, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

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