Drogerie: dm startet in den Online-Handel

Veröffentlicht: 27.01.2015 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 27.01.2015

Lange Zeit schien der Online-Handel ein unattraktives Terrain für dm. Viele Konkurrenten im Drogerie-Sektor – wie zum Beispiel das Traditionshaus Rossmann oder auch Müller – haben den Schritt in den E-Commerce bereits gewagt. Nun will dm endlich nachziehen und im Frühsommer mit einem eigenen digitalen Shop punkten.

dm Drogerie: Filiale Außenfassade

(Bildquelle Drogerie: dm Filiale: Bocman1973 via Shutterstock)

Online-Handel: dm-Chef hatte bisher Zweifel

Es gibt so einige Gründe, warum sich dm bisher standhaft gegen einen Einstieg in den Online-Handel gewehrt hat. In einem Interview erklärte der Unternehmenschef Erich Harsch vor wenigen Monaten, dass eines der Haupt-Gegenargumente die Logistik sei: Die Margen müssten schon enorm sein, damit sich der Aufwand rechnet, hieß es zum Beispiel. Schließlich seien die Gewinnspannen in diesem Sektor eher gering.

Auch ein erster – gescheiterter – Online-Versuch in Kooperation mit Amazon dürfte ein Grund für die zögerliche Haltung gewesen sein. Auf der anderen Seite gab es sicherlich einige Kunden, die sich fragten, warum dm bereits Ende 2013 einen digitalen Drogerie-Store in Österreich eröffnete, deutsche Kunden jedoch so lange warten ließ.

dm-Online-Shop: Launch im Frühsommer 2015

Wie dem auch sei, nun soll alles anders werden. Denn dm hat angekündigt, es den direkten Drogerie-Konkurrenten Rossmann und Müller gleichzutun und im Frühsommer endlich auch in Deutschland einen eigenen Online-Shop zu eröffnen. Bereits zu Beginn soll „nahezu das gesamte Sortiment zur Verfügung (stehen), das bisher nur in den mehr als 1.600 dm-Märkten erhältlich war.“ Doch dm gibt sich anscheinend mit halben Sachen nicht zufrieden, denn das reine Produkt-Sortiment soll an eine kompetente Beratung und redaktionelle Inhalte gekoppelt werden:

„Gerade Menschen, die keinen dm-Markt in ihrer Nähe haben oder während der Öffnungszeiten keine Zeit finden, zu uns zu kommen, wollen wir hierdurch die Möglichkeit geben, zeit- und ortsunabhängig bei uns einzukaufen“, kommentiert Harsch weiter. „Unsere Kunden sollen die Serviceleistungen und die Beratungskompetenz genauso im Internet erleben können, wie sie sie bereits aus unseren Märkten kennen. Und dies natürlich zu unserem gewohnt günstigen Dauerpreis.“

Versandkosten als notwendiges Übel

Im Zuge der Preisstrategie des Online-Shops hat sich dm im Übrigen dazu entschieden, im Gegensatz zu anderen Online-Shops, Versandkosten zu erheben. Nur auf diese Weise sei es möglich, auch „weiterhin der günstigste Anbieter für Drogeriewaren am Markt“ zu sein. „Die Kunden, die in unseren Märkten einkaufen, sollen nicht über erhöhte Preise die Versandkosten des Onlineshops mittragen müssen“, erläutert Erich Harsch diesen Schritt.

Kommentare  

#1 Dan 2015-02-03 16:16
Heut zu Tage bleibt einem ja gar nix anderes übrig als Einzelhändler , als sich eine gute Online-Präsenz aufzubauen, um nicht völlig unterzugehen neben den immer beliebter werdenden Onlinehändler! Man sollte jedoch versuchen trotzdem noch mit modernen und interessanten Mrethoden Kunden in die Läden zu kriegen, z.B in dem man eine sehr sehr gute Beratung anbietet und Kunden bereit sind dafür aus dem Haus zu gehen, oder mit Shoppinghelfera pps von z.B Meinprospekt(http://www.meinprospekt.de), mit denen man auch wieder Kunden zum Schnäppchenjage n anregen kann!
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