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Kurzmeldung

Auto1 hat offenbar Interesse an AutoScout24

Veröffentlicht: 16.08.2019 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 16.08.2019
Auto1 auf Smartphone

Erst zu Beginn sorgte Scout24 für Aufsehen, als im Rahmen der Präsentation der Geschäftszahlen bekanntgegeben wurde, dass man „strategische Alternativen“ für das Gebrauchtwagen-Portal AutoScout24 prüfe. Sowohl ein Verkauf als auch eine Abspaltung stehen im Raum. Nun kommt überraschend schnell Bewegung in die Sache. Der Wirtschaftswoche zufolge befinden sich Auto1 und Permira in Gesprächen mit Beratern, um potenzielle Angebote auszuloten.

Informierte Personen geben an, dass sich die Überlegungen noch in einem frühen Stadium befinden würden, Entscheidungen über etwaige Angebote seien noch nicht gefallen. Im Raum stehen Insidern zufolge Angebote im Bereich von etwa zwei Milliarden Euro. Analysten von Barclays und Goldman Sachs schätzen den Wert von AutoScout24 auf 2,3 bis 2,4 Milliarden Euro. Sowohl Scout24 als auch Auto1 wollen den Vorgang nicht kommentieren.

Investor fordert Trennung von AutoScout24

Mit der Ankündigung, Optionen für AutoScout24 zu prüfen, reagierte Scout24 auf die Forderung des Investors Elliot Capitol Advisors, sich vom Gebrauchtwagen-Portal zu trennen. Elliott hält gut sieben Prozent an Scout24 und wolle sich stärker auf das Immobiliengeschäft von ImmobilienScout24 konzentrieren. Elliott hatte eine Aktienrückkaufprogramm vorgeschlagen, um den Aktienkurs nach oben zu treiben. Er übte Druck auf das Unternehmen aus, nachdem eine Übernahme von Scout24 durch Hellman & Friedman und Blackstone gescheitert war.

Der Marktwert von Scout24 wird auf 5,5 Milliarden Euro geschätzt, die Beteiligungsgesellschaften hatten insgesamt 5,7 Milliarden geboten. Am 26. November will das Unternehmen auf einem Kapitalmarkttag Ergebnisse über die Planungen mit AutoScout24 vorstellen.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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