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Smart Bidding und Co.

Google startet neue Funktionen für Händler

Veröffentlicht: 23.09.2020 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 01.10.2020
Google My Business

Durch die Einschränkungen der Coronakrise sind vor allem stationäre Händler und Anbieter stark in Zugzwang geraten: Umsätze brechen weg – und können oft mangels Digitalisierung und fehlendem Online-Handel nicht ausgeglichen werden. Doch Nutzer suchen – nicht erst seit der Krise, nun aber vermehrt – online auch nach detaillierten Informationen stationärer und lokaler Händler. Google will stationären Anbietern wie Läden und Gastro-Betrieben unter die Arme greifen und bietet ihnen neue Funktionen. Das teilte Jason Spero, Googles Vice President Global Performance Media, unter anderem in einer Videokonferenz mit OnlinehaendlerNews und auch während seiner Keynote auf der Messe Dmexco mit. Google informiert darüber auch in seinem Firmenblog.

Smart Bidding und neue Nutzerinfos bei Google My Business

So können Unternehmen auf der Plattform Google My Business jetzt diese Funktionen nutzen:

  • Händler können mit der neuen Eingabefunktion „später abholen“ Produkte bewerben, die sie derzeit zwar nicht auf Lager haben, diese aber vormerken und nach einigen Tagen abholen lassen.

  • In lokalen Kampagnen können etwa Restaurants und Imbisse Nutzern mehr Informationen bieten und Eigenschaften wie „Speisen vor Ort“ und „Zum Mitnehmen“ einfügen. Händler können über die Optionen „Einkaufen im Geschäft“ oder „Abholung vor dem Laden“ informieren.

  • Durch KI-gestütztes Smart Bidding können stationäre Anbieter ihre Verkäufe im Laden analysieren lassen und daraufhin die Onlinemarketing-Strategie optimieren. 

HeimatHund ist mit Google-Tools erfolgreich

Jason Spero nennt auch ein deutsches Erfolgsbeispiel für eine digitale Offensive in der Coronakrise: Janine Obersdorf betreibt mit „HeimatHund“ sowohl ein stationäres Geschäft samt Hundeschule als auch einen Online-Shop. In der Krise wurde aus dem nebenbei betriebenen Webshop mit Google-Tools wie Grow My Store plötzlich der Rettungsanker: Der Online-Umsatz stieg während der Krise um satte 30 Prozent. OnlinehaendlerNews hat die erfolgreiche Gründerin bereits porträtiert.

Und Jason Spero wirbt für Googles Funktionen auch mit einer persönlichen Anekdote aus seinem Kroatien-Urlaub. Als er in Dubrovnik – bekannt vor allem als Kulisse der Serie „Game of Thrones“ – war, hat er ein Foto in einer Bar gemacht und es auf deren Google-Profil gepostet. Ergebnis: Tausende Klicks. Generell sei es für das Google-Profil am besten, wenn die Informationen sowohl vom Anbieter selbst als auch über Nutzerbewertungen von den Kunden kommen.

Wie Händler bei Google Shopping starten können, zeigen wir in einem umfangreichen Ratgeber.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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