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Der frühe Vogel

Datenleck bei Shopify: Mitarbeiter hatten Kundendaten abgegriffen

Veröffentlicht: 24.09.2020 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 24.09.2020
Shopify-Zentrale

Bei Shopify ist es offenbar zu einem Datendiebstahl gekommen, in den zwei Mitarbeiter des Support-Teams involviert waren. So habe eine Untersuchung des Unternehmens ergeben, dass die beiden Angestellten „in einen Plan verstrickt waren, Transaktionsdaten von Kunden bestimmter Händler abzugreifen“. Von dem Datendiebstahl seien Shopify zufolge weniger als 200 Händler betroffen gewesen, erklärt Shopify.

Das Unternehmen habe schnell reagiert und die beiden Verdächtigen umgehend entlassen. Zudem sei der Fall an die Polizei gegeben worden – Shopify arbeite derzeit mit dem FBI und anderen internationalen Behörden zusammen, um diese Vorfälle zu untersuchen. „Derzeit gibt es noch keine Hinweise darauf, dass die entwendeten Daten missbraucht wurden, aber wir befinden uns noch in einem frühen Stadium der Ermittlungen und werden betroffene Händler auf dem Laufenden halten“, so Shopify weiter.

Das Datenleck sei demnach auch keine Folge einer technischen Sicherheitslücke im System, der Großteil der Shopify-Händler sei nicht betroffen. Bei den betroffenen Händlern sei es allerdings möglich, dass Kundendaten – darunter Kontaktinformationen wie E-Mail-Adresse, Name und Adresse, sowie Daten wie gekaufte Produkte und Services – abgegriffen wurden. Sensible Zahlungsdaten und Kartennummern seien allerdings nicht entwendet worden.

Shopify habe die betroffenen Händler bereits informiert und stehe in engem Austausch mit ihnen. Das Unternehmen nehme derartige Vorfälle „nicht auf die leichte Schulter“ und habe „keine Toleranz für einen Missbrauch der Plattform“. 

Wirecard-Skandal: Markus Braun bleibt in Haft

Der ehemalige Wirecard-Chef Markus Braun hatte Haftbeschwerde eingelegt, um aus der Untersuchungshaft entlassen zu werden. Doch ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts München eröffnete dem österreichischen Manager einen neuen Haftbefehl, den die Staatsanwaltschaft beantragt hatte – damit bleibt Braun weiterhin in Untersuchungshaft, wie Zeit Online berichtet

Der neue Haftbefehl habe den alten ersetzt und die Vorwürfe gegen den Manager erweitert. Die Staatsanwaltschaft sieht in Braun einen Hauptverantwortlichen für „gewerbsmäßigen Bandenbetrug“. Gegen den neuen Haftbefehl hat Brauns Anwalt umgehend erneut Haftbeschwerde eingelegt.

Samsung Pay kommt nach Deutschland

Samsung wird Google Pay und Apple Pay bald in Deutschland Konkurrenz machen: Am 28. Oktober soll der Service Samsung Pay der FAZ zufolge hierzulande starten. Samsung Pay wird dabei – anders als Google und Apple – wohl nicht mit mehreren Banken kooperieren, sondern sämtliche Zahlungen über virtuelle Visa-Debitkarten der Solarisbank abwickeln. Der neue Dienst lasse sich so „mit nahezu jedem deutschen Bankkonto verknüpfen“, heißt es weiter. Hauptkonkurrent von Samsung Pay wird wohl Google Pay sein: Beide Bezahldienste sind schließlich auf Android-Smartphones verfügbar. 

Mit Samsung Pay soll auch ein Ratenzahlungsdienst namens „Splitpay“ eingeführt werden. Damit können Kunden Zahlungsbeträge ab 100 Euro mit Laufzeiten zwischen drei und 24 Monaten in Raten finanzieren lassen.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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