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Nach Online-Ausbau: Douglas will zurück an die Börse (Update)

Veröffentlicht: 02.06.2015 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 03.06.2015 | Gelesen: 2433 mal

Vor zwei Jahren zog Douglas sich vom Parkett zurück und wollte sein Geschäft tiefgreifend umbauen. Nun plant das Unternehmen seine Rückkehr an die Börse. Update: Douglas hat die Börsen-Pläne offenbar bereits wieder revidiert.

Douglas Logo

Bildquelle: 360b / Shutterstock.com

Douglas will noch in diesem Jahr an die Börse zurückkehren, nachdem das Unternehmen sich vor zwei Jahren vom Parkett verabschiedet hatte. Die Parfümerie-Kette hat sein Geschäftsmodell tiefgreifend umgebaut – inzwischen umfasst Douglas mehr als 1700 Filialen in 19 Ländern und Online-Shops in 15 Ländern. Damit sei das Unternehmen nun „bestens positioniert, um vom attraktiven Wachstumspotenzial im Beautymarkt zu profitieren“, zitiert die FAZ.

Für Douglas wird der Online-Handel immer wichtiger: In den vergangenen beiden Geschäftsjahren, die dem Umbau gewidmet waren, konnte die Parfümerie seinen Umsatz im Internet um jeweils gut 30 Prozent steigern. Knapp neun Prozent des Gesamtumsatzes von 2,5 Milliarden Euro will Douglas inzwischen über die Online-Shops erwirtschaften.

Douglas war 2012 aus dem MDax ausgeschieden

Im Zuge des Börsengangs will Douglas Anteile aus dem Besitz der Eigentümer und neue Aktien anbieten. Die neuen Aktien sollen dabei aus einer Kapitalerhöhung in Höhe von voraussichtlich 70 Millionen Euro kommen.

Douglas wird aber nur die Parfümerie-Kette an die Börse bringen, nicht aber die Buch- und Modesparte. Die Thalia-Buchgruppe und die AppelrathCüpper-Modehäuser werden also nicht Teil des Börsengangs. Douglas war 2012 aus dem MDax ausgeschieden. Das Unternehmen wollte sich neu ausrichten und stärker auf das Parfümerie-Geschäft fokussieren. Einige Unternehmensteile, darunter die Süßwarenmarke Hussel, wurden verkauft. Zudem wurde die Beauty-Box zur Dou-Box umgestaltet und nun im Club-Modell angeboten.

 

Update - 02.06.2015, 07:48 Uhr

Douglas hat seine Börsenpläne offenbar bereits wieder revidiert. Nur wenige Tage nach Bekanntwerden der erneuten Börsen-Absicht. Wie Focus Online berichtet, hat der Finanzinvestor CVC Capital Partners die Mehrheit an Douglas übernommen, die Gründerfamilie Kreke bleibt aber weiterhin am Unternehmen beteiligt. "Henning Kreke, Douglas-Chef und Vertreter der Gründerfamilie, betonte, die neue Eigentümerstruktur biete die Chance, die Wachstumsgeschichte von Douglas mit einem international erfahrenen Partner fortzuschreiben. Der Börsengang sei im Vergleich nur die zweitbeste Option und werde deshalb nicht weiter verfolgt. Doch bleibe er eine Option für die Zukunft", so Focus Online.

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