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Hudson's Bay: Neue Kaufhof-Eigentümer wollen online aufrüsten

Veröffentlicht: 25.09.2015 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 25.09.2015

Mit Blick auf moderne Online-Größen und fortschrittliche Unternehmensketten, kann Galeria Kaufhof nicht mithalten. Zu gesetzt ist das Unternehmen. „Altmodisch“ würden vielleicht einige sagen. Doch die neuen Eigentümer wollen nachlegen und die Fehler der Vergangenheit aufarbeiten. Ob die Online-Ziele dabei jedoch ausreichen, ist fraglich.

 Galeria Kaufhof Logo

(Bildquelle Logo Galeria Kaufhof: Sergey Kohl via Shutterstock)

Es war ein Hin und Her und hat Galeria Kaufhof bisher nicht aus seiner Abseitsposition retten können: Betrachtet man die vergangenen Jahre, hat es bisher kein Eigentümer schaffen können, die Unternehmenskette moderner und fortschrittlicher zu gestalten. Im Vergleich mit zahlreichen Playern auf dem Markt – selbst mit einigen traditionsreichen, ursprünglich stationären Konkurrenten – stand man dem digitalen Wandel schüchtern, skeptisch, ja sogar kritisch gegenüber.

Niedrige Messlatte: Kaufhof will 10 Prozent Online-Umsätze

Doch Hudson’s Bay will es nun besser machen und Kaufhof den Weg in das digitale Zeitalter ebnen. Nach Informationen der Wirtschaftswoche planen die neuen Eigentümer nämlich nicht nur eine neue Markenoffensive, sondern auch einen Ausbau des Online-Geschäfts. Was das genau bedeutet, erklärt Kaufhof-Chef Olivier Van den Bossche:

„Die Verbindung von stationärem Geschäft und Onlineangeboten werden wir massiv ausbauen.“ Doch was bei Kaufhof „massiv“ bedeutet, dürfte vielen digitaleren Unternehmen nur ein müdes Lächeln abringen: „In den kommenden Jahren ist ein Online-Anteil von zehn Prozent am Gesamtumsatz drin“, so der Plan. Doch 10 Prozent erscheinen vergleichsweise wenig, wenn man sich das Potenzial betrachtet, das nicht nur im Online-Handel, sondern auch in einem gut ausgebauter Multichannel schlummert.

Kaufhof: Das Potenzial ist da

Was den Ausbau von Marken angeht, stellt Kaufhof folgendes in Aussicht: Denn mittelfristig gesehen, will Kaufhof in einigen Filialen Fashion-Outlets der Marke Saks Off 5th integrieren. „Saks Off 5th wäre eine super Ergänzung für uns“, kommentiert Van den Bossche weiter. „Wenn das Konzept in Deutschland funktioniert, könnten wir damit vielleicht auch in anderen europäischen Ländern starten.“

Wie wir hier berichteten, hatte Hudson’s Bay im Juni dieses Jahres Galeria Kaufhof für 2,8 Milliarden Euro übernommen und damit andere Mitstreiter ausgestochen. Am 30. September 2015 soll der Kaufvertrag endgültig unter Dach und Fach gebracht werden. Ob die aktuellen Online-Pläne tatsächlich reichen, das angeschlagene Unternehmen zu retten und wieder zu alter Pracht zu führen, wird sich zeigen. In der Theorie hätte Kaufhof zumindest das Potenzial alle Vorteile von Offline- und Online-Handel zu verknüpfen und auf diesem Wege Kundenwünsche zu erfüllen.

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