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Online-Videothek: Sky macht sich selbst Konkurrenz

Veröffentlicht: 13.12.2013 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 13.12.2013 | Gelesen: 2768 mal

Das laufende Fernsehprogramm ist – obwohl es eigentlich der Entspannung und Freizeit dienen sollte – für Viele nicht sonderlich erholsam. Gebunden an bestimmte Zeiten und Sendepläne werden die Zuschauer immer wieder unter Druck gesetzt, sofern sie ihr Wunschprogramm nicht verpassen möchten. Um solchen Zwängen nicht zu unterliegen, können beispielsweise Online-Videotheken in Anspruch genommen werden. Auch der Pay TV-Sender Sky hat nun eine solche gestartet. Doch schon jetzt gibt es Kritik.

Sky mit neuer Online-Videothek

(Bildquelle Video-Streaming: Oleksiy Mark via Shutterstock)

 „Snap“ heißt die neue Online-Videothek des Senders Sky, die nun in direkter Konkurrenz mit anderen Anbietern wie Maxdome oder Lovefilm steht. „Alles auf Abruf, egal wann, wo und wie oft“ – dieses Motto hat sich das Videoportal zur Aufgabe gemacht. Doch so schön und exklusiv sich dieser Slogan auch anhört, ganz uneingeschränkt ist der Streaming-Service laut Handelsblatt auch nicht. Warum? – Ganz einfach: Sky sitzt mit seiner neuen Online Videothek und seinem Pay TV-Angebot zwischen zwei Stühlen und muss beide Kundenstämme zufriedenstellend bedienen ohne sich selbst Kunden abzuwerben.

Online-Videothek gegen Pay TV

Rund 4000 Filme und Fernsehserien befinden sich zum Start im Sortiment der Online-Videothek Snap – mit wachsender Tendenz. Wer dieses Angebot nutzen möchte, der muss dafür 9,90 im Monat hinlegen. Für Kunden, die bereits Mitglied bei Sky sind, verringert sich der Preis sogar noch um die Hälfte. Warum sollten Verbraucher jedoch 25 Euro im Monat (oder mehr) für den Service des Pay TV-Senders Sky bezahlen, wenn dessen Online-Videothek viel preiswerter ist?

Diese Frage hat sich das Unternehmen sicher auch gestellt und liefert die Antwort im Programm: Die Filme bei Snap sind nämlich nicht ganz up-to-date, wie man so schön sagt. Keine neuesten Hollywood-Blockbuster, die frisch aus dem Kino kommen, keine brandaktuellen Serien, die momentan in Mode sind. Wer solche Film- und Serien-Highlights nicht verpassen möchte, der muss schon das Pay TV-Paket von Sky buchen.

Zu dieser Gratwanderung zwischen den beiden Angeboten des Pay TVs und der Online-Videothek sagt Sky-Chef Brian Sullivan zur Süddeutschen: „Auf gar keinen Fall werden wir ein Geschäftsmodell zerstören, das wir jetzt sechs Jahre lang repariert haben und das 20 Jahre lang nicht funktioniert hat.“ – Da das Unternehmen in den letzten Jahren hart am Konzept des Pay TVs gearbeitet hat (bis es endlich von den Verbrauchern angenommen wurde), sollen diese Grundfesten des Unternehmens natürlich nicht wieder eingerissen werden. Das ist durchaus verständlich, aber es bleibt abzuwarten, ob Sky mit einer halbgaren Online-Videothek Erfolg haben kann.

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