Studie: Konsumenten interessieren sich immer mehr für Miet-Modelle

Veröffentlicht: 13.09.2017 | Geschrieben von: Christian Laude | Letzte Aktualisierung: 13.09.2017

43 Prozent der Konsumenten können sich sehr gut vorstellen, in naher Zukunft bestimmte Produkte temporär zu mieten. Das ist das zentrale Ergebnis des aktuellen Consumer Barometers, das das IFH Köln zusammen mit KPMG durchgeführt hat.

Kaufen oder mieten

© Family Business - Shutterstock.com

Miet-Modelle werden für Konsumenten immer interessanter. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Consumer Barometer des IFH Köln in Kooperation mit KPMG, wofür rund 500 Personen befragt wurden. Dabei zeigt sich unter anderem, dass jeder Sechste bereits ein Miet-Modell genutzt hat. Vor allem hinsichtlich des Interesses an dieser Shopping-Variante sieht es durchaus zukunftsträchtig aus, denn 43 Prozent der Befragten können sich sehr gut vorstellen, Produkte temporär zu mieten.

Als häufigster Grund, der laut den Befragten für ein Miet-Modell spricht, wurde mit 84 Prozent der „faire Preis gegenüber dem Kauf eines Einzelprodukts“ genannt. Dahinter befinden sich eine „versandkostenfreie und flexible Lieferung und Rückgabe“ (81 Prozent) sowie „keine Mindestlaufzeit“ (80 Prozent). Weniger wichtig sind den Konsumenten dagegen die „aktuellsten Designs“, denn dieser Faktor landet mit 45 Prozent relativ weit abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Consumer Barometer September 2017

© IFH Köln / KPMG

Miet-Modelle: Car- & Bikesharing-Angebote besonders beliebt

„In einer Zeit, in der die Lebenszyklen von technischen Geräten immer kürzer werden, ist abzuwägen, nicht mehr jedes Produkt zu kaufen, wenn es schon morgen eine neuere Version gibt“, erklärt Mark Sievers, Head of Consumer Markets bei KPMG, das rege Interesse an Miet-Modellen. „Ebenso Produkte, die nur saisonal benötigt werden, wie der Vertikutierer für den Rasen im Frühjahr, das Jugendbett für einen bestimmten Lebensabschnitt oder sogar Kleidung bedarfsgerecht für einen bestimmten Anlass und Zeitraum zu mieten, statt sie zu kaufen, kann in Zukunft die Lösung sein.“

Nicht nur Otto.de, sondern auch Media Markt hat das Potenzial der Miet-Modelle erkannt und ist derzeit bestrebt, diese auch gebührend zu etablieren. Deswegen bietet der Elektronikhändler nach Informationen des Tagesspiegels seine Verleihoption zukünftig auch in seinen Läden an. „Aus unternehmerischer Sicht sind wir mit der Entwicklung absolut zufrieden“, so Lennart Wehrmeier, Geschäftsführer von Media-Saturn Deutschland, gegenüber dem Tagesspiegel. „Nun testen wir die Akzeptanz für Mietprodukte an mehreren Standorten im Großraum Berlin.“ Der Test soll bis Ende des Jahres laufen.

 

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