Amazon: 75 Milliarden US-Dollar Umsatz, kein Gewinn

Veröffentlicht: 11.04.2014 | Geschrieben von: Giuseppe Paletta | Letzte Aktualisierung: 11.04.2014

Amazon konnten seinen Jahresumsatz 2013 auf insgesamt rund 75 Milliarden US-Dollar steigern. Dennoch weist der Online-Händler auch diesmal einen Verlust aus. Und Jeff Bezos spricht in einem Brief an die Aktionäre über den Stand und Pläne aktueller Amazon-Projekte.

Amazon hat seinen Geschäftsbericht für 2013 vorgelegt.

Amazon hat seine Jahresgeschäftszahlen für das Jahr 2013 veröffentlicht. Inzwischen beschäftigt der Online-Händler rund 117.000 Mitarbeiter weltweit und konnte im Jahr 2013 einen Gesamtnettoumsatz von rund 75 Milliarden US-Dollar verbuchen. Also rund 13 Milliarden US-Dollar mehr als noch 2012. Doch auch diesmal konnte Amazon keinen Gewinn verbuchen: 213 Millionen Euro Verlust weist Amazon in der aktuellen Jahresbilanz aus.

In Deutschland 10,5 Milliarden US-Dollar Umsatz

Erstmals weist Amazon auch explizit die Jahresumsätze für Amazon Deutschland aus: Im Jahr 2013 setzte Amazon im deutschen Markt demnach rund 10,5 Milliarden US-Dollar um. Damit bleibt Deutschland für Amazon der profitabelste Markt außerhalb der USA. In Japan erzielte Amazon im gleichen Zeitraum 7,6 Milliarden US-Dollar und in UK 7,2 Milliarden US-Dollar.

„Ich bin so stolz auf das was alle Teams hier bei Amazon im vergangenen Jahr in Bezug auf unsere Kunden geschafft haben“, schreibt Amazon-Chef Jeff Bezos in einem Brief an die Amazon-Aktionäre. Der 50-Jährige, der im Geschäftsbericht betont keine weiteren Einnahmen von Amazon.com 2013 erhalten zu haben, als sein Jahresgehalt von rund 82.000 US-Dollar, gibt auch einen Ausblick auf die Zukunft von Amazon und dessen zahlreiche Dienste.

Zum Thema Amazon-Drohne schreibt Jeff Bezos in seinem Brief, dass bereits Tests mit der 5. und 6. Generation der Amazon-Drohne laufen würden. Gleichzeitig arbeite man im Moment am Design der 7. und 8. Generation. Insgesamt zeigt sich Bezos mit dem Thema Paketzustellung aber unzufrieden: „Wir haben in UK unsere eigenen schnellen Zustelldienste schaffen müssen, da die kommerziellen Lieferdienste unser Auftragsvolumen nicht bedienen konnten. In Indien und China, wo die Logistikinfrastruktur noch nicht zureichend ausgebaut ist, setzen wir auf Fahrradkuriere im Auftrag von Amazon.“ Hier findet sich der komplette Brief von Jeff Bezos:

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Auch betonte Bezos, dass man an der nächsten Generation der Versandzentren arbeite, von denen Amazon momentan weltweit 96 betreibt. So sollte die nächste Generation energieeffizienter arbeiten und auch den Gedanken des „sauberen Stroms“ berücksichtigen. Erst kürzlich war Amazon von Greenpeace wegen seiner mangelhaften Umweltpolitik öffentlich kritisiert worden.

Jeff Bezos spricht schmallippig über Amazon Fresh

Zudem freute sich Amazon über die Veröffentlichung von Amazons TV-Box Amazon Fire und kündigte an, dass Amazon noch weiter an Videospielen arbeite und die TV-Box auch als Spielekonsole etablieren möchte.

Zum Thema Essensauslieferung und Amazon Fresh bleibt Amazon-Chef Jeff Bezos in seinem Brief erstaunlich schmallippig. Obwohl Medienberichten zufolge die Essensauslieferung von Amazon im Sommer dieses Jahres auch in Deutschland starten soll, sprach Bezos nur von dem fünfjährigen Testbetrieb in Seattle und betonte: „Wir werden unser methodisches Vorgehen – testen und verfeinern von Amazon Fresh – weiter verfolgen, um den Dienst nach und nach in mehr Städte zu bringen.

Auffällig ist auch Jeff Bezos Versuch Mitarbeiter gutzustimmen. In seinem Brief schreibt er erstmals von Amazons neuem Mitarbeiterprogramm: Demnach werde Amazon künftig Mitarbeitern im ersten Jahr 2.000 US-Dollar anbieten, damit sie das Unternehmen nicht verlassen. Für jedes weitere Jahr soll der Betrag um 1.000 US-Dollar aufgestockt werden, die Obergrenze soll aber bei 5.000 US-Dollar liegen.

Kommentare  

#1 Susanne Rennert 2014-10-11 17:31
Das sieht doch schon ganz gut aus, aber das ist noch steigerungsfähi g.
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