Online-Expansion: Globetrotter plant Same-Day-Delivery

Veröffentlicht: 19.08.2014 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 19.08.2014

Der Name „Globetrotter“ lässt viele Verbraucher an Freiheit denken, an Berge, an Wanderungen und Klettertouren, an Wildwasser- und Camping-Abenteuer, an die Einswerdung mit Mutter Natur. Doch so romantisch bzw. schwärmerisch das „Outdoor-Bild“ vieler Globetrotter-Kunden vielleicht sein mag – für das Unternehmen selbst ist es harte Arbeit, im Geschäft zu bleiben. Und um weitere Optimierungen im finanziellen Bereich und im Online-Handel vorzunehmen, stehen bald einige Änderungen ins Haus.

Outdoor: Camping und Freiheit

(Bildquelle Outdoor-Erlebnis: Jens Ottoson via Shutterstock)

Globetrotter: Vier Kilometer für eine optimierte Zukunft

Es sind gerade einmal vier Kilometer, die Globetrotter hinter sich bringen möchte. Doch diese vier Kilometer sind ein entscheidender Aspekt in der Zukunftsplanung: Die Hamburger Zentrale des Outdoor-Händlers soll nämlich umziehen, um am künftigen Standort sowohl die Verwaltung als auch die Logistik unter einem Dach zu vereinen. In den kommenden zwölf Monaten werden daher (Achtung Wortwitz) alle Zelte am Bargkoppelstieg abgerissen, um sie im eigenen Logistikzentrum am Neuen Höltigbaum wieder neu zu errichten.

Doch ganz so neu wird der kommende Globetrotter-Sitz auch nicht sein, denn hier ist aktuell (neben 300 Mitarbeitern) bereits die Logistik untergebracht. Der „neue“ Standort punktet mit einem modernen Lager sowie einem erweiterungsfähigen Verwaltungsgebäude.

Hinter dieser Expedition stehen – wie so häufig – finanzielle Überlegungen und Pläne: „Angesichts der starken Konkurrenz insbesondere im Onlinehandel müssen wir unsere Kosten reduzieren und uns vor allem in der Logistik effizienter aufstellen“, kommentierte Geschäftsführer Andreas Bartmann laut Hamburger Abendblatt. Der Outdoor-Händler, der früher mit zweistelligen Wachstumszahlen beeindrucken konnte, sieht sich seit geraumer Zeit einer wachsenden und starken Konkurrenz gegenüber.

Und diese Konkurrenz findet sich nicht nur im stationären Handel, sondern auch auf digitaler Ebene: Die großen Namen anderer Outdoor-Anbieter dürften hinreichend bekannt sein – Jack Wolfskin, The North Face, Tapir oder Mammut. Doch nicht nur die reinen Händler für Natur- und Outdoor-Erlebnisse werden immer stärker und bereiten Globetrotter zunehmend Probleme. Auch weniger spezialisierte Anbieter wie H&M oder C&A haben in den vergangenen Jahren verstärkt aufgerüstet, um in diesem Segment Fuß zu fassen.

Auch Online soll der Outdoor-Anbieter besser werden

Zwar setzt Globetrotter auch weiterhin auf stationäre Filialen – noch in diesem Herbst soll der deutschlandweit neunte Shop in Stuttgart eröffnet werden –, doch auch „Online“ ist ein wichtiges Thema: „Wir streben ab Herbst in ausgewählten Regionen eine Zustellung noch am selben Tag an“, erklärt Bartmann weiter. Stuttgart und Hamburg werden dabei als Pilot-Städte fungieren, in denen Kunden den Same Day Delivery-Service testen können. Zudem sei man bestrebt, die Preise entsprechend an die konkurrierenden Unternehmen anzupassen.

Bei solchen und ähnlichen Vorhaben von Globetrotter dürfte darüber hinaus auch die 20-prozentige Beteiligung und die daraus resultierende Finanzspritze des schwedischen Outdoor-Anbieters „Fenix Outdoor“ behilflich sein, die Anfang des Jahres durchgeführt wurde.

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