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15./16. Juli

Darauf müssen Online-Händler beim Prime Day achten

Veröffentlicht: 12.07.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 12.07.2019
Amazon Prime Day

Am 15. und 16. Juli ist es wieder soweit: Amazon will am doppelten Prime Day mit Schnäppchen tausende Online-Shopper locken, die Kassen des Marktplatzes und der Händler sollen klingeln. Laut Amazon haben die Dritthändler beim Prime Day 2018 schon am ersten Tag des damals 36 Stunden laufenden Events mehr als eine Milliarde US-Dollar umgesetzt.

Auch Nils Zündorf von der Amazon-Agentur factor-a sieht großes Potenzial an dem Tag: „In der Vergangenheit machte der Umsatz der teilnehmenden Dritthändler am Amazon Prime Day gut und gerne einen Monatsumsatz aus“, erklärt er im Handelsblatt. Doch trotzdem ist der Prime Day kein Selbstläufer, teilnehmende Online-Händler müssen einige Faktoren beachten.

Diese Produkte sollten Händler am Prime Day anbieten

Die richtigen Produkte entscheiden über Erfolg und Misserfolg, weiß Bernhard Rauscher, Markenexperte und Amazon-Händler. Nur Händler, die ihre eigenen Marken exklusiv anbieten, könnten gute Umsätze machen. „Wer aber nur mit Handelsware arbeitet, kann den Prime Day im Grunde vergessen“, erklärt er. Denn wenn der Händler nicht selbst auch Hersteller sei, falle die Marge besonders tief aus, weitere Rabatte könne man sich als Händler nicht leisten, ergänzt Zündorf von factor-a. So kommt es, dass viele vor allem kleinere Händler am Prime Day den Konkurrenzkampf gar nicht erst aufnehmen – ein Drittel der Kunden der Amazon-Agentur macht bei dem verheißungsvollen Event nicht mit.

Auch der jeweilige Preis kann ein entscheidender Apekt sein. „Bietet man neue Produkte als Schnäppchen an, wird der Marktpreis ruiniert“, warnt Zündorf vor zu viel Nachlass. Deswegen würden viele Online-Händler eher ältere Modelle und Produkte aus Lagerbeständen anbieten. 

Amazon gibt Händlern 4-Stunden-Fenster

Und natürlich hat auch Amazon selbst entscheidenden Einfluss auf die Umsätze der Händler. Denn ob man als Online-Händler mit seinem Angebot überhaupt mitmachen darf – darüber entscheidet ein Algorithmus, der die Attraktivität und das zu erwartende Umsatzvolumen prognostiziert. Nur wer hier als Anbieter gute Werte liefert, darf am Prime Day 2019 teilnehmen.

Amazon entscheidet dann auch darüber, in welchem Zeitraum der Händler verkaufen darf: Jeder Teilnehmer erhält nur ein Zeitfenster von vier Stunden. „Ob sich ein Produkt erfolgreich verkauft, kommt extrem auf die Uhrzeit an“, nennt Rauscher einen weiteren wichtigen Faktor.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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