Teilen Teilen Kommentare Drucken

25.06.2018 – Amazon will unzulässige Bewertungen verhindern | München fordert härtere Gesetze gegen Airbnb und Co. | Wien: Amazon liefert bald selbst

Veröffentlicht: 25.06.2018 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 25.06.2018

Amazon hat seine Händler informiert, dass Änderungen am Verkäufer-Bewertungsprozess durchgeführt werden sollen, München will gegen die Zweckentfremdung von Wohnungen vorgehen und Amazon wird ab Herbst Pakete in Wien selbst liefern.

Amazon Logo auf einem Paket
© Lutsenko_Oleksandr / Shutterstock.com

Amazon: Neues Verkäufer-Bewertungsformular soll unzulässige Bewertungen vermeiden

Amazon hat seine Händler vergangene Woche darüber informiert, dass Änderungen am Verkäufer-Bewertungsprozess durchgeführt werden sollen. Dadurch sollen Händler „mit geringerer Wahrscheinlichkeit Feedback zu Problemen erhalten, deren Ursache nicht Sie zu verantworten haben“, wie Amazon an die Händler schreibt. Für bestimmte Arten von Bestellungen würden Käufer nun aufgefordert, sich direkt an Amazon zu wenden oder die Händler über das Käufer-Verkäufer-Postfach zu kontaktieren, heißt es weiter. Damit sollen die Kunden eventuelle Probleme mit einer Bestellung lösen lassen können, bevor es zu einer Bewertung kommt. Ob diese Änderungen den gewünschten Erfolg bringen, bleibt abzuwarten. 

Wohnungsnot: München fordert härtere Gesetze gegen Airbnb und Co.

Wohnungen in München sind schwer zu haben und nicht gerade preiswert. Da ist der Stadtverwaltung vor allem die Vermietung über Plattformen wie Airbnb ein Dorn im Auge. Wie Heise Online berichtet, fordert das Sozialreferat deshalb nun härtere Gesetze: Auch die Werbung und das Anbieten von zweckentfremdeten Wohnungen sollen künftig als illegal gelten. Es sei angesichts der Wohnungssituation „nicht akzeptabel“, wenn dringend benötigter Wohnraum an Touristen vermietet würde, so eine Sprecherin des Sozialreferats. Im vergangenen Jahr habe es knapp 1.000 Wohnungen gegeben, bei denen es einen begründeten Anfangsverdacht der Zweckentfremdung gab. Das heißt, die Eigentümer haben ihre Wohnungen länger als acht Wochen an Urlauber vermietet. Airbnb und Co. sollen nun helfen, derartige Angebote von ihren Plattformen zu entfernen. Airbnb teilte mit, die eigenen Nutzer aktiv über die rechtlichen Bestimmungen zu informieren. Zudem befinde man sich „im Austausch mit der Stadt München“.

Wien: Amazon will Pakete selbst zustellen

Amazon will Pakete in Wien OE24.at zufolge künftig selbst zustellen und nicht mehr auf die Post zurückgreifen. „Amazon will seine Pakete zunehmend selbst an die Kunden ausliefern und damit unabhängiger werden von Logistik-Dienstleistern wie der Post“, heißt es. In München und Berlin setzt der US-Konzern bereits erste eigene Paket-Zusteller ein. Ein Sprecher der Post habe bestätigt, dass Amazon den Logistik-Dienstleister darüber informiert habe, ab Herbst eigene Paketzusteller in der österreichischen Hauptstadt einzusetzen. Unklar ist, wie hoch die Einbußen der Post durch diesen Schritt ausfallen werden.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Michael Pohlgeers

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.

Meistgelesene Artikel