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Kolumne: Ein Hoch auf hilfreiche Dienstleister

Veröffentlicht: 04.10.2018 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 04.10.2018

Umweltschützer mögen es mir verzeihen, aber ich fliege generell ziemlich viel. Meinen Urlaub verbringe ich fast nie in Deutschland, sondern regelmäßig im Ausland. Verspätungen bei Flügen und das Warten in Flughäfen sind mir dabei durchaus bekannt. Dieses Jahr wollte ich mich aber mal eine Woche lang um absolut nichts kümmern müssen und verbrachte meinen ersten Pauschalurlaub seit acht Jahren. Schön und entspannt war es, bis zum letzten Tag, als uns Abends per unter der Tür durchgeschobenen Fax mitgeteilt wurde, dass wir am nächsten Tag nicht, wie geplant, Mittags zurück nach Leipzig fliegen werden, sondern Abends nach Hannover. Geplante Ankunftszeit: 22:15 Uhr. Man war zwar noch so gnädig, uns ein Zugticket mit dazuzulegen, eine kurze Recherche ergab allerdings, dass um die Zeit natürlich nichts mehr nach Leipzig fuhr. Wir hätten auf dem Flughafen bleiben, einen Zug früh halb 3 nehmen und gegen 7 Uhr in Leipzig sein können. Da ich am nächsten Tag aber wieder arbeiten musste, war das eine denkbar ungünstige Lösung und für mich absolut nicht akzeptabel.

Frustrierende zwei Stunden, 16 Telefonate und unzählige Male „Da können wir Ihnen auch nicht helfen“ später, gab es doch tatsächlich eine nette Dame, die uns helfen konnte. Ich weiß es selber nicht mehr, ob es der Kundenservice von der Fluggesellschaft, Reisegesellschaft oder der Seite war, über die wir den Pauschalurlaub gebucht haben, aber egal, wir wurden auf einen früheren Flug nach Kassel umgebucht. Lange Rede, kurzer Sinn: Der letzte Urlaubsabend war futsch und die Erholung nach einer 16-Stunden-Reise am nächsten Tag auch. Statt, wie geplant 17 Uhr in Leipzig zu sein, war es letztendlich 22 Uhr.

Manchmal gibt es eben doch Gerechtigkeit

Was mich an der ganzen Sache aber am meisten geärgert hat, war die Tatsache, wie mit der ganzen Situation umgegangen wurde. Es gab weder eine Erklärung, noch eine Entschuldigung noch sonst irgendwas. Die Nachricht, dass wir umgebucht wurden, bestand aus drei Sätzen: Statt Leipzig fliegen Sie nach Hannover, Zugticket anbei, einen schönen Urlaub noch, Punkt! Auf nachträgliche E-Mails meinerseits, wie es dazu kommen konnte und ob wir für diese Rückreise-Odysee eine Entschädigung bekommen, habe ich natürlich nie eine Antwort erhalten. Bis ich mich an einen Dienstleister gewandt habe, der sich genau mit diesem Thema befasst: Entschädigungen für Flugverspätungen einzufordern. Und was soll ich sagen? Vor wenigen Wochen bekam ich tatsächlich die Bestätigung, eine Entschädigung im höheren dreistelligen Bereich zu bekommen. Dabei geht es mir gar nicht mal so um das Geld, sondern viel mehr um die Gerechtigkeit, dass ich als hilfloser Kunde nicht alles mit mir machen lassen muss.

Es muss einfach mal gesagt werden: Danke, liebe Dienstleister

An dieser Stelle möchte ich also gerne ein Lob aussprechen, an Dienstleister, Kundenservicemitarbeiter und alle anderen, die ernsthaft darum bemüht sind, uns als Konsumenten zu helfen, nicht einfach auflegen oder am Telefon deutlich machen, dass sie am längeren Hebel sitzen und mich gut und gerne im Regen stehen lassen können, wenn sie das denn möchten. Da ich alle diese Szenarien und noch viel mehr bereits erlebt habe, ist es schön, auch mal ein positives Erlebnis zu erfahren.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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