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Der frühe Vogel

PayPal schützt jetzt vor Erpressungstrojanern

Veröffentlicht: 23.04.2019 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 23.04.2019 | Gelesen: 834 mal
Verschlossene Datei mit Schloss

Verschlüsselungstrojaner – wie 2017 WannaCry – können bei Unternehmen für viel Schaden sorgen. Der Zahlungsanbieter PayPal will diesen nun den Kampf ansagen und hat beim United States Patent and Trademark Office ein entsprechendes Patent angemeldet, welches nun bewilligt wurde. Damit sollen Ransom-Angriffe frühzeitig erkannt und der Verschlüsselungsprozess aufgehalten werden, wie heise online dazu schriebt. 

Um die Attacke zu unterbinden, wird bei PayPals neuer Vorgehensweise das Memory-Cache-System auf dem PC überwacht. Werden hier verdächtige Aktionen durchgeführt, wie die Duplizierung von Dateien und deren Verschlüsselung, soll dieser Prozess dank PayPals Anti-Ransomware-Konzept gestoppt werden. In einer Whitelist werden außerdem alle legitimen Anwendungen hinterlegt, damit die Lösung diese nicht ebenfalls als einen möglichen Erpressungstrojaner erkennt und stoppt. Wie und ab wann die Nutzer von dieser neuen Lösung Gebrauch machen können, ist noch nicht klar.

Facebook entwendet „versehentlich“ Millionen E-Mail-Kontakte

Die Sicherheitslücken bei Facebook werden immer größer. Wie jetzt bekannt wurde, hat das soziale Netzwerk an die 1,5 Millionen E-Mail-Kontakte seiner Nutzer gestohlen, allerdings scheinbar ohne selber etwas davon gewusst zu haben. Wie bereits vor wenigen Wochen öffentlich wurde, hat Facebook seine neuen Nutzer dazu aufgefordert, für die Verifizierung der E-Mailadresse außerdem dessen echtes Passwort mit anzugeben. Mit diesen Informationen sollen sämtliche E-Mail-Kontakte der User gestohlen wurden sein, seit Mai 2016 von rund 1,5 Millionen Nutzern. Facebook betonte jetzt, dass dieses Verfahren „aus Versehen“ und im Hintergrund ausgeführt wurde, inzwischen habe man auch das strittige Login-Verfahren wieder abgeschafft. Die Daten wurden nach Angaben von t3n nicht mit Dritten geteilt und sollen nun wieder gelöscht werden.

Damit reichen die schlechten Nachrichten für den US-Konzern aber noch nicht aus. Wie Zeit Online schreibt, seien bei der im März öffentlich gemachten Sicherheitslücke nicht, wie ursprünglich angenommen, Zehntausende Instagram-Passwörter unverschlüsselt abgespeichert wurden, sondern mehrere Millionen. Laut dem Social Media Dienst waren „Hunderte Millionen Nutzer von Facebook Lite, Dutzende Millionen weitere Facebook-Nutzer sowie Zehntausende Instagram-Nutzer“ vom Datenleck betroffen. Die Zahl der Instagram-Nutzer musste nun also deutlich nach oben korrigiert werden.

DocMorris pocht auf E-Rezepte

Die Versandapotheke DocMorris setzt auf eletronische Rezepte, um das eigene Geschäft weiter anzukurbeln. Das entsprechende Gesetz dafür könnte bereits vor der Sommerpause verschiedet werden, wie n-tv weiß. „Dann ist die Versandapotheke nur noch einen Klick entfernt“, sagt Walter Oberhänsli, Chef der Schweizer DocMorris-Mutter Zur Rose. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass das E-Rezept schnell und flächendeckend umgesetzt wird, weil dann die Chance wächst, dass der Kunde bei uns kauft statt in einer stationären Apotheke.“ Aktuell werden erst rund 1,3 Prozent der verschreibungspflichtigen Medikamente in den Online-Apotheken gekauft, laut Oberhänsli könnte der Anteil dank der E-Rezepte aber schon bald auf zehn Prozent ansteigen. In Schweden und der Schweiz gibt es die elektronischen Rezepte bereits, geht es nach DocMorris, folgt nun auch bald Deutschland.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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