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Daten von fünf Millionen Nutzern gestohlen

Hacker attackieren bulgarische Finanzbehörde

Veröffentlicht: 17.07.2019 | Autor: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 17.07.2019
bulgarische Flagge mit Hacked-Schrift

Die NAP ist Bulgariens staatliche Finanzbehörde, sie verwaltet alle Daten über Steuern und Sozialversicherungsabgaben der bulgarischen Bevölkerung. Vor Kurzem sind Hacker in die Server der Behörde eingedrungen und haben Daten von rund fünf Millionen Menschen erbeutet – das sind fast drei Viertel der gesamten Bevölkerung, die aus sieben Millionen Einwohnern besteht. Das berichtet Spiegel Online

Der Grund könnte ein vor Kurzem vollzogenes Rüstungsgeschäft der Regierung mit den USA sein: Bulgariens Regierung hatte am Montag den Kauf von acht F-16-Kampfjets aus den USA für 1,25 Milliarden US-Dollar verkündet. Die neuen Jäger sollen die älteren sowjetischen MiG-29-Jets ersetzen. 

Hacker fordern Freilassung von Assange

Die bisherigen Spuren führen nach Russland und zeigen auch ein politisches Motiv: Eine E-Mail soll laut bulgarischen Medien von Servern des russischen Mailanbieters Yandex verschickt worden sein. Darin fordern die Unbekannten unter anderem auch die Freilassung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange. Assange befindet sich derzeit in einem britischen Gefängnis, die USA fordert seine Auslieferung, um ihn anzuklagen. In den Staaten droht Assange eine hohe Gefängnisstrafe. Die Echtheit der E-Mail ist allerdings unklar. 

Der bulgarische Ministerpräsident Boiko Borissow berief den Sicherheitsrat der Regierung zusammen, um das weitere Vorgehen zu beraten. Jassen Tanew, ein Experte für Cybersicherheit, bezeichnete den Hackerangriff als den ersten dieser Art in Bulgarien. Der Hacker-Angriff kam überhaupt erst ans Licht, weil der Zeitung „24 Tschasa“ eine anonyme Nachricht zugespielt worden war. Diese soll unter anderem Informationen über das Einkommen von rund 1,1 Millionen Menschen enthalten haben.

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

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