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Digital Tech Newsflash

Wegen Linkin-Park-Song: Twitter rügt Trump

Veröffentlicht: 20.07.2020 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 20.07.2020
Linkin Park

Jahrelang ließ Twitter US-Präsident Donald Trump gewähren, doch in den vergangenen Wochen hat sich Trump zum Lieblingsziel der Kontrolleure des Kurznachrichtendienstes entwickelt. Jetzt hat Donald Trump indirekt Zoff mit der Band Linkin Park. Ein Social-Media-Mitarbeiter des Weißen Hauses hatte ein Video gepostet, das mittlerweile aber wieder gelöscht wurde – „aufgrund einer Meldung des Urheberrechtsinhabers“, wie es bei Twitter heißt.

Was ist passiert? Das Video wurde mit einer Coverversion des Songs „In the End“ von Linkin Park unterlegt, wie der Spiegel berichtet. Nach einer Urheberrechtsbeschwerde wurde es deaktiviert. Die von Linkin Park selbst gegründete Firma Machine Shop hatte sich beschwert und die Deaktivierung des Videos erwirkt. Donald Trump selbst äußerte sich nicht weiter zu dem Fall.

Chester Bennington, Sänger der Band, war stets ein großer Kritiker des US-Präsidenten. Zu Lebzeiten nannte er ihn „eine größere Gefahr für die USA als Terrorismus“. Der Künstler, von dem das Cover stammt, Jung Youth, distanzierte sich ebenfalls via Twitter von der Verwendung und dankte „allen in der Twitter-Community, die geholfen haben, das Video herunterzunehmen“. Jung Youth und Linkin Park sind nicht die ersten Künstler, die Donald Trump die Nutzung ihrer Musik untersagen. Auch Rihanna, die Rolling Stones oder Ozzy Osbourne sind in dieser Hinsicht keine Trump-Fans.

Trump will TikTok verbieten

Das Wahlkomitee von Donald Trump will Nutzer in sozialen Netzwerken dazu bewegen, eine Petition zum Verbot der Video-App TikTok zu unterschreiben. In der am Freitag gestarteten Werbekampagne des „Make America Great Again-Committee“ wird behauptet, dass TikTok überwache, welche Informationen in der Telefonzwischenablage liegen. Klickt ein Nutzer auf die Anzeige, wird er zu einer Umfrage geleitet, bei der er persönliche Daten, etwa die E-Mail-Adresse, eintragen soll, so Bloomberg. US-Außenminister Mike Pompeo denkt schon seit einiger Zeit über mögliche Verbote chinesischer Dienste wie TikTok nach.

Bitcoin-Betrug: Twitter bestätigt Hacks von Nutzerkonten

In der vergangenen Woche kaperten Hacker die Twitter-Konten teils prominenter Nutzer wie Elon Musk und Jeff Bezos, um Bitcoins von ahnungslosen Followern zu ergaunern. Twitter hat nun neue Erkenntnisse zu dem Fall, wie die New York Times berichtet. 130 Konten seien im Visier der Hacker gewesen, 45 konnten am Ende gehackt werden. Die Angriffe stammen offenbar von einer Gruppe „junger Menschen“, die sich über den Online-Dienst Discord koordiniert haben. Twitter zufolge haben mehrere Personen via Social Engineering gezielt Angestellte mit Zugriff auf interne Systeme ausfindig gemacht und darüber Zugangsdaten abgegriffen.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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