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IFH/Schufa-Studie

Betrugsversuche im Online-Handel steigen an – Experten raten zu Kooperationen

Veröffentlicht: 26.11.2020 | Geschrieben von: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 26.11.2020
Online-Betrug: Hände an Tastatur

Betrug ist und bleibt ein großes Problem im Online-Handel und die Betrüger entwickeln ihre Methoden kontinuierlich weiter. Schon in der 22. Ausgabe seiner Payment-Studie hatte das ECC Köln 2018 herausgefunden, dass neun von zehn deutschen Online-Händlern bereits mit Betrug zu tun hatten. Der Umsatzverlust bei digitalen Geschäften durch betrügerische Aktivitäten soll sich laut Experten auf ein Volumen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro summieren und durchschnittlich bei zwei Prozent liegen.

Jeder fünfte Kunde spricht von Missbrauch der Zahlungsdaten

Im Rahmen der neuen Studie „Fraud Prevention im E-Commerce“, die das IFH Köln in Kooperation mit der Schufa Holding AG durchgeführt hat, gaben nun 30 Prozent der befragten Kunden an, schon einmal ein Paket erhalten zu haben, das die bestellte Ware nicht enthielt. Jeder Fünfte (20 Prozent) war demnach schon Opfer eines Missbrauchs der Konto- oder Kreditkartendaten. Bei 13 Prozent wurde eine bestellte Ware nach eigenen Angaben schon einmal auf dem Versandweg abgefangen.

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Betrugsprävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Die Studie kommt außerdem zu dem Schluss, dass Betrugsprävention eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei: Das heißt, Maßnahmen von Unternehmen, die Betrug entgegenwirken sollen, seien allein nicht ausreichend. Vielmehr müsse es eine Zusammenarbeit von Unternehmen, Dienstleistern und Politik geben, um künftig zielführend die Probleme angehen zu können. 

„Betrugsumfang und Betrugsmuster sind kategoriebezogen zwar sehr unterschiedlich, aber Kooperationen zu dieser Thematik sind auch zwischen Händlern sehr sinnvoll“, kommentiert Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln. „Nur auf einer fundierten Datenbasis können Betrugsrisiken minimiert werden, ohne die Bequemlichkeit des Kaufvorgangs grundsätzlich zu beeinträchtigen.“

Künstliche Intelligenz als Chance

Wichtige Chancen im Kampf gegen Online-Betrug sehen die Experten demnach unter anderem auch im Einsatz entsprechender Technologien, insbesondere auch von künstlicher Intelligenz. Durch diese hätten Unternehmen etwa die Möglichkeit, betrügerische Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und zugleich auch neue Betrugsmuster aufzudecken.

Die gesamte Studie können sich Interessierte an dieser Stelle herunterladen.

Über die Autorin

Tina Plewinski Expertin für: Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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