Unbefugter Zugriff auf Nutzerdaten

Google-Mitarbeiter missbrauchen ihre Zugänge – und werden entlassen

Veröffentlicht: 06.08.2021 | Geschrieben von: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 06.08.2021
Google

Zwischen 2018 und 2020 hat Google Dutzende Mitarbeiter entlassen, weil sie ihre Unternehmenszugänge missbraucht haben sollen. Mehrere von ihnen sollen dabei auf die Daten von Nutzern und Mitarbeitern zugegriffen haben. Dies belege ein internes Google-Dokument, das dem Portal Motherboard vorliegt. In dem Dokument beschreibe Google Untersuchungen über Angestellte, die Daten gestohlen oder missbraucht haben sollen. Allein 2020 habe der Konzern 36 Mitarbeiter wegen derartiger Vorwürfe entlassen. 2019 seien es 26 gewesen, 2018 hingegen 18. Andere Mitarbeiter, die ihr Konto missbräuchlich genutzt haben, wurden nicht entlassen, sondern seien mit Warnungen oder Coachings belegt worden.

Das größte Problem sei 2020, so Motherboard, die Weitergabe von internen Daten an Dritte gewesen. Dies betreffe 86 Prozent der Fälle. Etwa zehn Prozent betrafen den Zugriff, die Änderung oder Löschung von Nutzerdaten.

Laut Google wenige Fälle

Google betont gegenüber Motherboard, dass es sich bei den Fällen „meist auf den unangemessenen Zugang zu oder den Missbrauch von geschützten und sensiblen Unternehmensinformationen oder geistigem Eigentum“ handele. „Was die Nutzerdaten betrifft, so schränken wir den Zugang der Mitarbeiter durch eine Reihe von branchenführenden Sicherheitsvorkehrungen streng ein, darunter: Beschränkung des Zugangs zu Nutzerdaten auf die notwendigen Personen, Erfordernis einer Rechtfertigung für den Zugang zu solchen Daten, mehrstufige Überprüfung, bevor der Zugang zu sensiblen Daten gewährt wird, und Überwachung des Zugangs auf Anomalien und Verstöße“, erklärt Google in einem Statement.

Insgesamt sei die Zahl der Fälle gering, so Google. „Jeder Mitarbeiter wird jährlich geschult, wir gehen allen Anschuldigungen nach und Verstöße führen zu Korrekturmaßnahmen bis hin zur Kündigung. Wir informieren unsere Mitarbeiter transparent über die Anzahl und das Ergebnis unserer Untersuchungen und verfügen über strenge Verfahren zum Schutz von Kunden- und Nutzerdaten vor internen und externen Bedrohungen.“

Über den Autor

Christoph Pech
Christoph Pech Experte für: Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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