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Video der Woche

Vodafone-App unterstützt die Corona-Forschung – im Schlaf

Veröffentlicht: 30.04.2020 | Autor: Hanna Behn | Letzte Aktualisierung: 30.04.2020
Schlafender Mann mit Handy

Damit Forscher in der aktuellen Coronakrise schnell genug enorme Datenmengen auswerten und so mögliche Heilungs- oder Impfstoff-Ansätze gegen die durch das Virus ausgelöste Krankheit Covid-19 entwickeln können, benötigen sie auch Rechenkapazität. Um Rechenleistung für Forschungsprojekte zu schaffen, haben das Garvan Institute of Medical Research in Sydney und die Vodafone Foundation bereits 2015 eine App mit dem Namen DreamLab für Hilfe in der Krebsforschung entwickelt. Auf eine Weiterentwicklung dieser App macht Vodafone nun in der aktuellen Situation mit einer neuen Kampagne unter dem Motto „Lass uns Covid-19 im Schlaf bekämpfen“ aufmerksam. 

Die Leistung vieler kleiner Geräte wird zum Superrechner

Ein Handy, das über Nacht ungenutzt am Ladegerät hängt und dessen Akku voll aufgeladen ist, generiert weiterhin Energie. Eben diese Energie könne man dann spenden – wenn die kostenlose App DreamLab installiert und aktiviert ist. Die Anwendung erkennt dann, wann das Handy voll geladen ist und so überschüssige Kapazitäten frei sind. Dieser Leistungsüberschuss werde dann für kleinere Rechenaufgaben genutzt, deren Lösung per WLAN oder Mobilfunktnetz an eine Cloud gesendet wird. So ließen sich Millionen Aufgaben dezentral gleichzeitig berechnen. Die App nutzt nur den Prozessor und überlaste die Geräte nicht, auch würden keine Nutzerdaten übertragen, schreibt Vodafone hierzu.

DreamLab wurde für die Covid-19-Forschung so angepasst, dass sie dem Imperial College London (ICL) mehr Rechenkapazität für die Medikamentenforschung liefert. Die Forscher benötigen die Energie, weil sie aktuell mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) prüfen, welches Molekül bzw. welche Molekülverbindungen das COVID-19-Virus besonders effektiv bekämpfen. Ein KI-Algorithmus wertet dazu Milliarden Daten aus und führt komplexe Berechnungen durch.

„Ein gewöhnlicher Desktop-Computer im Labor, der 24 Stunden am Tag läuft, würde Jahrzehnte brauchen, um die riesigen Datenmengen zu verarbeiten“, erläutert Vodafone dazu näher auf seinem Blog und führt aus: „Wenn Hunderttausende kleine Geräte ihre Rechenleistung bündeln, entsteht eine Art virtueller Supercomputer, der genug Power hat, um die Berechnungen drastisch zu beschleunigen.“ Für das aktuelle Projekt habe das ILC dank der derzeitigen DreamLab-Nutzer die Rechenkapazitäten schon verdoppeln können. Des Weiteren würden bereits 100.000 Smartphones in nur drei Monaten bei einer nächtlichen Laufzeit von sechs Stunden die Jahresleistung aller Forschungsrechner des Imperial Colleges erzielen, so Vodafone.

Vodafones Kampagne für die Unterstützung der Corona-Forschung im Schlaf – unser Video der Woche.

Über den Autor

Hanna Behn Experte für Usability

Hanna fand Anfang 2019 ins Team der OnlinehändlerNews. Sie war mehrere Jahre journalistisch im Bereich Versicherungen unterwegs, dann entdeckte sie als Redakteurin für Ratgeber- und Produkttexte die E-Commerce-Branche für sich. Als Design-Liebhaberin und Germanistin hat sie nutzerfreundlich gestaltete Online-Shops mit gutem Content besonders gern.

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