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Gastartikel

Wie Twitch den E-Commerce revolutioniert

Veröffentlicht: 01.04.2019 | Autor: Gastautor | Letzte Aktualisierung: 01.04.2019
Twitch auf einem Smartphone

Twitch ist ein Live-Streaming-Videoportal, das ursprünglich für die Übertragung von Videospielen genutzt wurde. Im Jahr 2014 investierte der E-Commerce-Riese Amazon fast eine Milliarde Dollar, um den Senkrechtstarter aufzukaufen. Bereits damals war klar, dass Amazon große Pläne mit Twitch haben muss. Immerhin ist Twitch mittlerweile die beliebteste Streaming-Plattform für Gaming weltweit – im Jahr 2018 liefen hier 45 Milliarden Minuten Streaming-Content im Monat. Twitch lebt vom aktiven Austausch miteinander und verzichtet auf einen Algorithmus, wie YouTube ihn nutzt, damit User wirklich nur das sehen, was sie wirklich interessiert.

Amazon integriert nun immer mehr spannende Funktionen für den E-Commerce. So können Twitch-Streamer nun Affiliate Marketing betreiben und ihre Produkte als Widget auf ihrer Seite präsentieren. User, die dann auf das Widget klicken, werden zu Amazon weitergeleitet. Twitch bietet eine Menge hoch engagierter Benutzer und jetzt wird Amazon versuchen, einige der erfolgreichsten in Verkäufer zu verwandeln.

Kann Twitch YouTube wirklich Konkurrenz machen?

In 2018  zählte YouTube monatlich 1,8 Milliarden Nutzer, während bei Twitch pro Tag rund 15 Millionen User online sind. Es wird deutlich, dass Twitch noch lange nicht so erfolgreich ist wie YouTube, allerdings holt es schnell auf. So arbeitet Twitch am Ausbau von Influencer Marketing und soll bereits bekannten Personen, wie Will Smith oder Gigi Gorgeous, ein attraktives Angebot gemacht haben. YouTube reagierte darauf indem es bekannten Youtubern Sonderzahlungen bietet, wenn diese nicht auf exklusive Verträge mit anderen Plattformen eingehen. Die Reaktion von YouTube zeigt deutlich, dass es das große Potenzial von Twitch erkannt hat.

So nutzen Sie Twitch für Ihr Marketing

Einige munkeln schon, dass Twitch „das nächste große Ding“ im Influencer Marketing ist. Für Händler bietet das viele Möglichkeiten. Der Fokus der Plattform liegt zwar nach wie vor auf Gaming, allerdings kommen immer mehr andere Videos und Themen dazu. Beim Zielgruppenprofil handelt es sich vorrangig um Männer zwischen 18 bis 34. Aber auch immer mehr Frauen interessieren sich für das Videoportal. Neben Gaming liegt der Interessenschwerpunkt hier vor allem auf eSports – ein Bereich der hohen Zuwachs verzeichnet. Sponsoring und auch Influencer Marketing werden von der Gaming Community gut aufgenommen, so gibt es jetzt auch schon mehr Unterkategorien, wie Musik, Talk Shows oder Essen.

So funktioniert’s

1. Die Wahl des Influencers

Influencer sollten immer zum Angebot passen und sorgfältig ausgewählt werden. Gleichzeitig benötigt es ausreichend Follower, um eine hohe Reichweite zu generieren.

Die erfolgreichsten Influencer aus dem deutschsprachigen Raum sind:

  • MontanaBlack88: 1.438.000 Follower
  • Gronkh: 946.000 Follower
  • Angespielt: 940.000 Follower
  • Rewinside: 783.000 Follower
  • Trymacs: 762.000 Follower

2. Authentizität

Erfolgreiche Twitch Influencer haben die Möglichkeit, Product-Placement-Kampagnen im Rahmen der Streamings vergleichsweise kreativ und authentisch umzusetzen. Auch können sie direkte Links zur Unternehmenswebsite im Chat platzieren. Sie profitieren aber vor allem von der hohen Interaktion mit ihrer Community, weshalb diese sich stärker mit dem Produkt auseinandersetzt.

3. Twitch und Twitter

Die Kampagne wird zwar vorrangig auf Twitch durchgeführt, doch kündigen die meisten Steamer ihr Streaming auf Twitter an. So wird eine möglichst hohe Zuschauerzahl erreicht. Natürlich können hier auch Instagram- oder Facebookposts zielführend sein.

Twitch lohnt sich!

Product Placement, Giveaways sowie Bewertungen – das alles ist mit Influencer Marketing auf Twitch möglich. Bisher haben noch nicht viele das Potenzial des Videoportals erkannt. Falls auch Ihr Interesse an Twitch geweckt ist, sollten Sie sobald wie möglich mit gezieltem Marketing auf der Plattform starten und sich von der Konkurrenz abheben. Einfach Kontakt mit dem passenden Influencer aufnehmen, zusammen die Kampagne planen und durchstarten.

Über den Autor

Christoph Gärtner pixelwerker

Christoph Gärtner ist Gründer & Geschäftsführer der Werbeagentur Pixelwerker. Seit 2011 beschäftigt er sich mit digitalen Geschäftsmodellen, E-Commerce und Online Marketing. Schon im Studium agierte er als Berater für Unternehmen bei der Umsetzung digitaler Strategien. 2013 gründete er seine Agentur, die mittlerweile aus einem elfköpfigem Team besteht. Er selbst war bereits Speaker bei Vorträgen von Google, der UNI Kassel, der IHK und der Handwerkskammer.

Kommentare  

#1 Stefanie 2019-04-02 17:06
Der Artikel ist ein April-Scherz, oder? Wenn nein: bitte dringend nochmal über die Bücher!!!
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