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Zukunftskonzept soll konsequenter verfolgt werden

Loewe muss Insolvenz anmelden

Veröffentlicht: 06.05.2019 | Autor: Tina Plewinski | Letzte Aktualisierung: 06.05.2019 | Gelesen: 632 mal
Logo des Elektronikherstellers Loewe.

Die Geschäfte der deutschen Elektronikmarke Loewe bröckeln. Wie das Unternehmen in einer offiziellen Pressemitteilung jüngst verkündete, wirken sich insbesondere die schwierigen Gegebenheiten im Bereich der TV-Geräte negativ auf die Entwicklungen aus:

„Wie in der gesamten Branche wird auch unser Geschäft durch die anhaltende Marktschwäche bei Fernsehgeräten schwer belastet“, kommentiert Ralf Vogt, Vorsitzender der Loewe Geschäftsführung. „Unser relevantes Marktsegment in der gehobenen Preisklasse ist im laufenden Quartal um 20 Prozent rückläufig.“ Aus diesem Grund hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, einen Insolvenzantrag einzureichen.

Loewe: Geschäftsbetrieb soll „ohne Einschränkungen“ weitergehen

Das Insolvenzverfahren soll dabei allerdings nicht in fremde Hände übergeben, sondern in Eigenverwaltung durchgeführt werden. Aufgeben will der Markenhersteller allerdings mitnichten, vielmehr sieht Loewe die Sanierung als Möglichkeit, das eigene Zukunftskonzept weiter und konsequenter zu verfolgen.

Während des Insolvenz- und Sanierungsverfahrens soll nach Angaben von Loewe der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weitergehen. „Wir können alle Kundenaufträge planmäßig erfüllen und werden auch unsere Lieferantenverbindlichkeiten begleichen, die während des Verfahrens entstehen“, erläutert  Vogt weiter. Ebenfalls gesichert seien die Löhne und Gehälter der rund 500 Mitarbeiter.

Neue Kooperationen und Produkte sollen helfen

Grundlegender Teil des hauseigenen Zukunftskonzepts ist es, dass sich Loewe vom TV-Hersteller zu einem System-Anbieter entwickelt, der Technologien für vernetztes Home Entertainment anbietet. Dabei spielt auch der Faktor des personalisierten Sehens und Hörens eine Rolle, wie das Unternehmen selbst beschreibt. Darüber hinaus sollen auch neue Partnerschaften und Kooperationen die des Markénherstellers stützen.

Der TV-Bereich wird sicher auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Hause Loewe spielen – dennoch umfassen die Pläne für die Zukunft auch Bereiche, mit denen das aktuelle Angebot verstärkt werden kann: allen voran Audio-Lösungen. Man wolle nicht nur den Audio-Standort Berlin weiter ausbauen, sondern auch neue Produkt-Kategorien bilden, die gut zum Konzept von Loewe passen.

Außerdem sind Plattform-Applikationen sowie digitale Services, Systeme und Anwendungen in Planung, mit deren Hilfe Kunden ihr Zuhause vernetzen können. Die diesjährige IFA in Berlin soll als geeignete Plattform dienen, mit deren Hilfe man entsprechende Neuerungen präsentieren kann.

Loewe fokussiert den Omni-Channel-Ansatz

„Im Zuge unseres Omni-Channel-Ansatzes erhöhen wir außerdem über den Online-Vertrieb die Sichtbarkeit der Marke vor allem bei einem jüngeren Publikum. Geplante neue Produkt-Kategorien, beispielsweise im Audio-Bereich, sind besonders für diesen Vertriebsweg geeignet“, ergänzt Peter Nortmann, Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb. Besonders in den deutschsprachigen Ländern plant Loewe überdies, Partnerschaften mit dem Fachhandel auszubauen.

Über den Autor

Tina Plewinski Experte für Amazon

Bereits Anfang 2013 verschlug es Tina eher zufällig in die Redaktion von OnlinehändlerNews und damit auch in die Welt des Online-Handels. Ein besonderes Faible hat sie nicht nur für Kaffee und Literatur, sondern auch für Amazon – egal ob neue Services, spannende Technologien oder kuriose Patente: Alles, was mit dem US-Riesen zu tun hat, lässt ihr Herz höherschlagen. Nicht umsonst zeigt sie sich als Redakteurin vom Dienst für den Amazon Watchblog verantwortlich.

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