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Coronakrise

Facebook kontert Fake News und schickt Mitarbeiter nach Hause

Veröffentlicht: 20.03.2020 | Autor: Christoph Pech | Letzte Aktualisierung: 25.03.2020
Facebook auf Smartphone

Facebook, Twitter oder Instagram sind die ersten Anlaufstellen, wenn es um die Verbreitung von Fake News geht. Das ist nicht die Schuld der Plattformen, sondern vor allem ihrer viralen Wirkungsmöglichkeiten. Wer seine Falschmeldungen publikumswirksam an möglichst viele Menschen verteilen will, kommt an den sozialen Medien nicht vorbei. Dieser Problematik sind sich die Plattformen bewusst. Facebook hat nun eine neue Funktion angekündigt, um Falschnachrichten entgegenzuwirken.

Das Netzwerk rollt aktuell das Coronavirus Information Center aus, das prominent ganz oben im Newsfeed platziert wird. Dieses soll die aktuellsten Nachrichten über die Krise an zentraler Stelle bündeln, gleichzeitig Informationen und Tipps für Hygiene- oder Hilfsmaßnahmen bereitstellen. Dem Corona Information Center kann man auch folgen, um über Updates etwa von den nationalen Gesundheitsorganisationen oder der WHO direkt informiert zu werden. In den USA soll es außerdem Funktionen für die direkte Nachbarschaftshilfe geben. Diese dürften mit einiger Verzögerung auch international angeboten werden. In Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien dürfte das Coronavirus Information Center demnächst verfügbar sein, weitere Länder sollen in den kommenden Tagen nach und nach folgen.

Facebook und COVID-19

Facebook nimmt die Krise offenbar sehr ernst. Das Unternehmen informiert in einem Live-Blog täglich fortlaufend über neue Entwicklungen und ist dabei auch äußerst aktiv. Kürzlich wurde etwa auch ein Großteil der „Content Reviewer“ nach Hause geschickt, also derjenigen Mitarbeiter, die das soziale Netzwerk nach Hass, Hetze und weiteren illegalen Inhalten durchsuchen und diese prüfen. Diese arbeiten nun in reduzierter Belegschaft von zu Hause aus.

Die Durchsetzung der Facebook-Richtlinien bleibe zwar im Fokus, man konzentriere sich aber auf bestimmte Gebiete – etwa Kindersicherheit, Terrorismus oder eben gefährliche Inhalte bezüglich COVID-19 – und verschiebe die Antwort wenn möglich auf festangestellte Facebook-Mitarbeiter. Das Unternehmen räumt ein, dass die Schritte dazu führen können, dass im Zweifel einmal zu oft und möglicherweise falsch gelöscht wird, bittet angesichts der aktuellen Lage aber um Nachsicht.

Außerdem unterbindet Facebook Werbung für Gesichtsmasken, Desinfektionsmittel und Test-Kits für das Virus. Auch der Verkauf ist nicht mehr erlaubt. Wird jemand erwischt, wie er solche Produkte in normalen Posts anbietet, werden diese gelöscht.

Über den Autor

Christoph Pech Experte für Digital Tech

Christoph ist seit 2016 Teil des OHN-Teams. In einem früheren Leben hat er Technik getestet und hat sich deswegen nicht zweimal bitten lassen, als es um die Verantwortung der Digital-Tech-Sparte ging. Digitale Politik, Augmented Reality und smarte KIs sind seine Themen, ganz besonders, wenn Amazon, Ebay, Otto und Co. diese auch noch zu E-Commerce-Themen machen. Darüber hinaus kümmert sich Christoph um den Youtube-Kanal.

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