David Marcus: "Wir müssen nicht selbst zum Payment-Anbieter werden"

Veröffentlicht: 20.01.2015 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 20.01.2015

David Marcus hat sich inzwischen gut bei seinem neuen Arbeitgeber Facebook eingelebt. Der ehemalige PayPal-Chef ist als Mark Zuckerbergs oberster Messaging-Manager für die Entwicklung des Facebook Messengers zuständig. Nun verriet er, wie das Unternehmen mit Kurznachrichten Geld machen wolle.

Facebook Messenger neben Geld

David Marcus kommt zwar aus der Payment-Branche, aber bei Facebook ist er im Werbegeschäft tätig – ein wichtiger Aspekt, wie der ehemalige PayPal-Chef im Interview mit manager magazin online betont. „Wir sind im Werbe-Business tätig. Da ist es wichtig, dem Nutzer zunehmend zu ermöglichen, Produkte, die er online, vor allem mobil, beworben sieht, auch kaufen zu können“, erklärt Marcus dem Magazin.

Die Kauf-Funktion werde für Facebook in Zukunft „zunehmend interessant“ werden. Zwar stehe man noch nicht unter Druck, mit Kurznachrichten Geld zu verdienen, doch die Kommunikation zwischen dem Nutzer und den Werbekunden könne noch deutlich optimiert werden.

Facebook wird PayPal nicht angreifen

Trotzdem bedeute das nun nicht, dass Facebook seinen Messenger mit Werbung füllen wolle – Anzeigen hätten in Kurznachrichten nichts verloren. „Sie sind eine sehr private Angelegenheit, und niemand will darin mit Werbung bombadiert werden“, erklärt Marcus. „Wir werden andere Wege finden, Geld zu verdienen. Wenn es sich wie Werbung anfühlt, ist es schlecht.“

Die Vermutungen, dass Facebook an einem eigenen Payment-Angebot arbeitet, bestreitet Marcus. Derartige Gerüchte und Überlegungen waren losgetreten worden, als der PayPal-Chef zum obersten Messaging-Manager des sozialen Netzwerks wurde. Den Aufbau eines eigenen Payment-Angebots hält er aber für nicht sinnvoll. „Wir müssen nicht selbst zum Payment-Dienst werden. Wir sehen uns eher als Partner.“

 

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