Protestbrief

Google-Mitarbeiter wehren sich gegen Impfpflicht

Veröffentlicht: 26.11.2021 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 24.06.2022
Google-Logo

Corona ist noch lange nicht vorbei und hält auch die Tech-Riesen weiter in Atem. Google will seine Mitarbeiter in den USA gegen eine mögliche Infektion schützen und fordert diese daher auf, sich impfen zu lassen. Das will jedoch nicht jeder, wie cnbc berichtet und sich dabei auf interne Dokumente beruft.

Mindestens 600 Google-Mitarbeiter haben eine Art Protestbrief unterzeichnet, in dem sie fordern, dass Google die vermeintliche Impfpflicht zurücknimmt und stattdessen alle Google-Mitarbeiter darüber abstimmen lassen soll. Die restlichen Mitarbeiter sollen sich prinzipiell dagegen aussprechen, bestehende Impfverweigerer sollen bei ihrer Einstellung bleiben. Die Kritiker betonen, dass die Verpflichtung zum Impfen unter anderem gegen die Grundsätze des Unternehmens zur Inklusion und zum Datenschutz verstößt. „Ich glaube nicht, dass Google in die Gesundheit und die medizinische Vorgeschichte von Googlern eingeweiht sein sollte, und der Impfstatus ist keine Ausnahme“, heißt es.

Google hat insgesamt rund 150.000 Mitarbeiter, die Zahl der Impf-Kritiker liegt also nur bei rund einem halben Prozent. Viele Mitarbeiter arbeiten derzeit noch von zu Hause aus, ab dem 10. Januar 2022 sollen jedoch die Google-Angestellten drei Tage pro Woche in ihre Büros zurückkehren – dann dürfte der Konflikt ums Impfen noch relevanter werden.

Darum will Google seine Angestellten impfen lassen

Zuvor hatte Chris Rackow, Googles Vizepräsident für globale Sicherheit, erklärt, dass alle Mitarbeiter, die direkt oder indirekt in Regierungsprojekten arbeiten, geimpft werden müssen – auch Mitarbeiter im Homeoffice. „Impfungen sind der Schlüssel zu unserer Fähigkeit, eine sichere Rückkehr ins Büro für alle zu ermöglichen und die Verbreitung von Covid-19 in unseren Gemeinschaften zu minimieren“, so Rackow.

Die ursprüngliche Anordnung stammt von der Biden-Regierung, nach der US-Unternehmen mit mindestens 100 Beschäftigten ihre Mitarbeiter bis zum 4. Januar 2022 vollständig impfen oder regelmäßig auf Covid-19 testen müssen. Häufige Tests seien laut Rackow jedoch „keine gültige Alternative“ bei Google. Daraufhin forderte Google seine Mitarbeiter auf, ihren Impfstatus bis zum 3. Dezember intern zu dokumentieren.

Bisher gab es in den USA laut des Johns Hopkins Coronavirus Resource Centers rund 772.570 Todesfälle in den USA im Zusammenhang mit Corona.

Über den Autor

Markus Gärtner
Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Markus Gärtner

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.