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Der frühe Vogel

Google will Diskriminierung beim Werbe-Targeting unterbinden

Veröffentlicht: 16.06.2020 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 16.06.2020
Google Ads App

Wer Werbung über Google schaltet, kann zahlreiche Einstellungen hinsichtlich der Zielgruppe seiner Anzeigen vornehmen. Da diese auch genutzt werden können, um bestimmte Personengruppen auszuschließen, könnten so bestimmte Gruppen allerdings auch gezielt diskriminiert werden. Google will weiter dagegen vorgehen und lässt Werbekunden in den USA und Kanada künftig nicht mehr positiv oder negativ nach Kategorien wie Geschlecht, Alter, Familienstand und Postleitzahl filtern, wenn sie Anzeigen für Immobilien, Stellenangebote und Kredite schalten wollen, berichtet Heise.

Google zufolge seien die neuen Einschränkungen eine Weiterentwicklung der „seit langem im Unternehmen gelebten Praxis“, Kategorien wie Ethnie, Religion oder sexuelle Orientierung nicht als Filter für Werbeanzeigen zuzulassen. Die Änderungen sollen spätestens bis Jahresende umgesetzt sein. Google habe eng mit der US-Behörde für Wohnen und Stadtentwicklung (HUD) und anderen Organisationen zusammengearbeitet, um die neuen Targeting-Einstellungen auszuarbeiten.

Die US-Behörde HUD hatte im vergangenen Jahr Facebook verklagt, weil Wohnungsinserate auf der Plattform gegen das Antidiskriminierungsgesetz verstoßen haben sollen. Der Fair Housing Act untersagt unter anderem, Anzeigen für Wohnungen so zu schalten, dass sie von einer geschützten Gruppe nicht wahrgenommen werden können. Im Zuge der Klage gegen Facebook hatte die HUD auch Ermittlungen gegen Google aufgenommen.

Online-Lieferdienst: Kaufland kooperiert mit Kosik.cz

Die zur Schwarz-Gruppe gehörende Supermarktkette Kaufland kooperiert mit dem tschechischen Lebensmittel-Lieferdienst Kosik.cz, um mehr Kunden zu erreichen. Kosik.cz biete nun rund 600 Artikel der Kaufland-Eigenmarken an, wie beide Unternehmen der Internet World zufolge am Montag verkündeten. 

Kaufland-Tschechien-Chef Stefan Hoppe erhofft sich Synergiepotenziale von der Zusammenarbeit, für Kosik-Chef Tomas Jerabek habe die Kooperation Modellcharakter für andere europäische Länder. Der tschechische Lieferdienst hat nach eigenen Angaben vier Millionen registrierte Kunden und hat seinen Service vor wenigen Tagen auf ganz Tschechien ausgeweitet. 

Walmart will seinen Marktplatz deutlich ausbauen

Der US-Einzelhandelsriese Walmart will noch in diesem Jahr 1.200 von Shopify lizenzierte Händler an seine Online-Plattform anschließen. Damit baut der Konzern seinen Marktplatz für Drittanbieter-Produkte deutlich aus und schließt so weiter zu Amazon auf, berichtet die Internet World

Walmart baut sein Online-Geschäft bereits seit Jahren aus, um den Anschluss an Amazon nicht zu verlieren. So übernahm der Konzern unter anderem Jet.com und baute einige zusätzliche Services auf. Profitabel ist das 21,5 Milliarden Dollar schwere Online-Geschäft allerdings noch nicht.

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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