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Giropay möchte mit Neuerungen die Online-Bezahlung beleben

Veröffentlicht: 30.03.2016 | Autor: Martin Gaitzsch | Letzte Aktualisierung: 30.03.2016

Mit Paydirekt möchten die Banken und Sparkassen ihren eigenen Zahlungsdienst zur Verfügung stellen, der Marktführer Paypal Konkurrenz machen soll. Doch außerdem warten die Banken und Sparkassen nun mit Neuerungen für das Online-Bezahlverfahren Giropay auf. Worin liegen hierbei die Besonderheiten?

Kreditkarte am Rechner

(Bildquelle Online-Bezahlung: NicoElNino via Shutterstock)

Sowohl das Bezahlverfahren Giropay als auch der Bezahldienst Paydirekt sind Schöpfungen der deutschen Kreditwirtschaft. Beide greifen auf Online-Banking-Daten zurück und funktionieren nur, wenn man einen Online-Banking-Zugang der teilnehmenden Bank besitzt. Beide Verfahren streben deshalb auf den deutschen Payment-Markt, weil nach wie vor Paypal und Rechnungskauf dominieren und es zumindest in Deutschland hierzu an wirklichen Payment-Alternativen mangelt.

Transaktionen bis 30 Euro ohne TAN-Eingabe

Der Zahlungsvorgang beim Payment-Dienst Giropay ähnelt einer Online-Überweisung. Der Kunde muss dazu lediglich seine Online-Banking-Daten eingeben und die Zahlung per TAN autorisieren. Um diesen Vorgang zu verkürzen, läuft jetzt ein Testversuch bei Giropay. Kunden sollen bei Transaktionen bis zu 30 Euro auf die Eingabe einer TAN verzichten können. Laut Giropay lohnt sich dies, weil mehr als die Hälfte aller Giropay-Zahlungen unter 30 Euro liegen. Zunächst wird der Service über die Sparkassen verfügbar sein. Bereits kurze Zeit später sollen die angeschlossenen Banken nachziehen.

Giropay ID bestätigt Kontodaten und Altersverifikation

Außerdem soll der Dienst Giropay die Identifikation des Nutzers per Giropay-ID bestätigen können. Damit ist gemeint, dass die Bank dem Händler die Echtheit der Kontodaten bestätigen kann und weiterhin eine Altersverifikation erfolgt, damit bei bestimmten Transaktionen die Volljährigkeit der Nutzer überprüft wird. Für Giropay-Geschäftsführer Joerg Schwitalla bedeutet dies ein gelungenes Funktionspaket: „Mehrwerte, von denen alle Beteiligten profitieren, sind der Schlüssel zu hoher Kundenzufriedenheit und hohen Konversionsraten auf Händlerseite.“

Ob die Neuerungen dazu führen, dass Giropay Paydirekt wirkliche Konkurrenz macht? Wahrscheinlich nicht, eher ist Giropay ein ergänzendes Angebot, das auch über die deutschen Landesgrenzen hinaus, zum Beispiel in Österreich, genutzt werden kann.

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