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Der frühe Vogel

Slack erobert die Börse im Sturm

Veröffentlicht: 21.06.2019 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 21.06.2019
Slack an der Börse

Der Bürokommunikationsdienst Slack hat an der New Yorker Börse für wahre Euphorie gesorgt: Die Aktie des Unternehmens ist am Donnerstag zum Kurs von 38,50 US-Dollar in den Handel gestartet, wie t3n.de berichtet. Slack hatte für sein Börsendebüt einen Ausgabepreis von 26 Dollar angesetzt, der somit deutlich übertroffen wurde. Die Aktien des Bürokommunikationsdienstes werden an der Börse unter dem Kürzel „WORK“ gehandelt.

Bei seinem Börsengang wählte Slack den Weg der Direktplatzierung. Das Debüt auf dem Parkett wurde somit ohne Begleitung durch Investmentbanken durchgeführt. Dieser Weg spart Gebühren, gilt gemeinhin aber als riskanter, da keine Banken als Zwischenhändler und Kursstabilisatoren agieren. Auch der Musikdienst Spotify hatte seine Aktien im Jahr 2018 über eine Direktplatzierung an die Börse gebracht.

Slack wurde kurz vor dem Börsengang mit fast 16 Milliarden US-Dollar bewertet. Im August 2018 waren es noch gut sieben Milliarden Dollar gewesen – damals hatte Slack die jüngste Finanzierungsrunde durchgeführt. Trotzdem schreibt das Unternehmen noch deutliche Verluste: Im ersten Quartal dieses Jahres stand ein Minus von 38,4 Millionen Dollar unterm Strich. Den Umsatz konnte Slack dagegen im Jahresvergleich um satte 67 Prozent auf 134,8 Millionen Dollar steigern.

Delivery Hero hebt Umsatzprognose an

Der Berliner Essenslieferdienst Delivery Hero konnte die Zahl der Bestellungen und die Erlöse im zweiten Quartal stärker als erwartet steigern. Nun hat das Unternehmen laut Gründerszene seine Ziele angepasst und die Umsatzprognose für das aktuelle Geschäftsjahr um 200 Millionen Euro angehoben. Demnach will Delivery Hero zwischen 1,3 und 1,4 Milliarden Euro umsetzen – ein Wachstum von knapp 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Ebitda-Prognose hat der Essenslieferdienst aber nicht angepasst: In der zweiten Jahreshälfte will Delivery Hero 100 Millionen Euro mehr investieren als geplant. Das Ebitda soll voraussichtlich bei bis zu minus 320 Millionen Euro liegen.

Proteste zu Alphabets Hauptversammlung

Die Hauptversammlung der Google-Mutter Alphabet wurde von zahlreichen Protesten begleitet. Wie Bloomberg berichtet, haben Google-Mitarbeiter, Aktionäre und Aktivisten unter anderem gegen das Geschäft in China und die Arbeitsbedingungen für Teile der Belegschaft protestiert. Auch die Abwesenheit von Larry Page, CEO von Alphabet, stieß den Kritikern übel auf. „Ich frage mich, wo der Alphabet-CEO ist. Jahr für Jahr ist kein Geschäftsführer hier“, so ein Aktionär. Die Jahreshauptversammlung sei die einzige Gelegenheit für Anleger, mit dem CEO ins Gespräch zu kommen.  

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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