Teilen Teilen Kommentare Drucken

Microsoft StartUps sollen Gestensteuerung in den Berufsalltag bringen

Veröffentlicht: 29.08.2012 | Autor: Franziska Henkel | Letzte Aktualisierung: 29.08.2012
Microsoft StartUps sollen Gestensteuerung in den Berufsalltag bringen

Was Science-Fiktion Figuren gelingt, den Computer nur mit Bewegungen zu steuern, wird künftig auch im Alltag möglich sein. Derzeit können Besitzer der Spielekonsole Xbox bereits Figuren durch die Bewegung ihrer Hände durch virtuelle Welten führen. Drei, in die Xbox integrierte Kameras erkennen Gegenstände und Bewegungen und können Distanzen messen.

„Oft kommen die besten Ideen von außen“, so erklärt Kinect-Erfinder Tsunoda, warum sich der Softwarehersteller nach Menschen umschaut, die das Gestensteuerungs-System zweckentfremden. Informatiker Nicolas Burrus (Autor des Buches „Hacking the Kinect“) hat gemeinsam mit seinem Freund Nicolas Tisserand das Microsoft StartUp „Manctl“ gegründet. Die beiden setzen das Kinect als portablen 3-D-Scanner ein.

Statt die Hacker zu bekämpfen hat sich der Konzern entschieden, sie zu unterstützen. Seit Februar verkauft das Microsoft StartUp nun eine Version der 3-D-Kamera für Windows. Laut Angaben des Jungunternehmens aus Lyon nutzen beispielsweise Orthopäden den Scanner um Füße zu vermessen und Spezialschuhe anzufertigen oder Innenarchitekten vermessen mit dem 3-D-Scanner Wohnungen, damit sie sie am Computer einrichten könne.

Der IT-Konzern setzt also ganz bewusst auf den offenen Innovationsprozess und fördert Jungunternehmen, vielleicht auch um die interne Innovationskraft anzukurbeln. Kürzlich suchte eine Jury aus Investoren und Ingenieuren sogar nach den elf besten Microsoft StartUps. Nämlich solchen, die vielversprechende Kinect-Hacks entwickelt haben, die im Idealfall sogar alltägliche Probleme bewältigen können.

Unter ihnen auch das deutsche Microsoft StartUp Übi, das jede Oberfläche in einen berührungsempfindlichen Bildschirm verwandeln will. Realisiert wird dies durch einen Projektor, das Kinect-System sowie eine speziell entwickelte Software, die es ermöglicht Gesten des Nutzers zu deuten. Microsoft ist vom StartUp überzeugt und will seine eigenen Konferenzräume mit der Lösung der Münchner Firma Übi ausstatten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.