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GEZ: Auf Selbstständige kommen ab 2013 höhere Kosten zu

Veröffentlicht: 13.12.2012 | Autor: Ariane Nölte | Letzte Aktualisierung: 13.12.2012
GEZ: Auf Selbstständige kommen ab 2013 höhere Kosten zu

Das Online-Portal freelance-market.de hat die Folgen der neuen Rundfunkgebühren für Unternehmer ermittelt. Bei Selbstständigen, die von zu Hause aus arbeiten, fallen demnach neben den 17.98 Euro für Privathaushalte zunächst keine weiteren Kosten an. Doch für ein gewerblich genutztes Fahrzeug müssen in diesem Fall zusätzlich 5,99 Euro entrichtet werden. In der Regel ist ein Fahrzeug pro Betriebsstätte zwar beitragsfrei, das umfasst jedoch nicht das häusliche Arbeitszimmer.

Generell gilt folgende Kostenaufstellung für Unternehmer:

  • 0 bis 8 Beschäftigte: 17,98 EUR x 1/3 = 6,99 EUR
  • Bis 19 Beschäftigte: 17,98 EUR x 1 = 17,98 EUR
  • Bis 49 Beschäftigte: 17,98 EUR x 2 = 36,96 EUR
  • Bis 249 Beschäftigte: 17,98 EUR x 5 = 89,90 EUR
  • Bis 499 Beschäftigte: 17,98 EUR x 10 = 179,80 EUR
  • Bis 999 Beschäftigte: 17,98 EUR x 20 = 369,60 EUR
  • Bis 4999 Beschäftigte: 17,98 EUR x 40 = 719,20 EUR
  • Bis 9999 Beschäftigte: 17,98 EUR x 80 = 1438,40 EUR
  • Bis 19999 Beschäftigte: 17,98 EUR x 120 = 2157,60 EUR
  • Ab 20000 Beschäftigte: 17,98 EUR x 180 = 3236,40 EUR

Dr. Rainer Kurz von freelance-market.de hat darauf basierend ausgerechnet, „dass bei einer Bäckereikette mit mehreren Ein-Beschäftigten-Ladengeschäften 6,99 Euro pro Mitarbeiter anfällt, während es bei einem Behördenkomplex mit 15 000 Beschäftigten gerade mal 14 Cent pro Mitarbeiter sind“.

"Viele Kleinunternehmer und Freiberufler sind über die Bevorteilung großer Betriebsstätten empört" so Kurz. Deshalb zieht freelance-market.de jetzt in Erwägung, Unterschriften gegen die Neuregelung der GEZ zu sammeln und in Form einer Petition beim Bundestag einzureichen.

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